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	<title>Presse 2020 &#8211; Bad Nenndorf ist Bunt</title>
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	<description>Bündnis gegen Rechtsextremismus e.V.</description>
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	<title>Presse 2020 &#8211; Bad Nenndorf ist Bunt</title>
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		<title>Brandstiftung mit „fremdenfeindlichem Hintergrund“?</title>
		<link>https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/brandstiftung-mit-fremdenfeindlichem-hintergrund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2020 17:32:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse 2020]]></category>
		<category><![CDATA[AFD]]></category>
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					<description><![CDATA[13.02.2020 &#8211; In der Kleinstadt Syke in Niedersachsen ist ein Anschlag auf eine Gaststätte verübt worden – der Betreiber hat Migrationshintergrund. Die Täter, die in der letzten Nacht das Restaurant Martini in der niedersächsischen Kleinstadt Syke im Landkreis Diepholz anzündeten, hinterließen eine zerschlagene Glastür und große schwarze Hakenkreuze an einer]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">

	13.02.2020 &#8211; </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Kleinstadt Syke in 
Niedersachsen ist ein Anschlag auf eine Gaststätte verübt worden – der 
Betreiber hat Migrationshintergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Täter, die in der letzten Nacht das Restaurant Martini in der 
niedersächsischen Kleinstadt Syke im Landkreis Diepholz anzündeten, 
hinterließen eine zerschlagene Glastür und große schwarze Hakenkreuze an
 einer Außenwand des Gebäudes. Zusätzliche Spuren deuten auf einen 
Anschlag hin. 2019 war das von einem Deutschen geführte Lokal vom 
Ortsteil Barrien an die Nienburger Straße umgezogen. Inzwischen wird es 
von einem Syker mit syrischem Migrationshintergrund geführt, wie die 
Polizei verlauten ließ. Bei der Brandstiftung wird von einem 
„fremdenfeindlichen Hintergrund“ ausgegangen. Freiwillige Feuerwehren 
aus den umliegenden Gemeinden konnten in den frühen Morgenstunden ein 
Übergreifen auf weitere Häuser verhindern, sechs Anwohner/innen wurden 
in Sicherheit gebracht. Der Staatsschutz der Polizei wurde 
eingeschaltet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/02/fire-340917_1280-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-1189" srcset="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/02/fire-340917_1280-1024x683.jpg 1024w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/02/fire-340917_1280-300x200.jpg 300w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/02/fire-340917_1280-768x512.jpg 768w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/02/fire-340917_1280-420x280.jpg 420w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/02/fire-340917_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Symbolbild von <a href="https://pixabay.com/de/users/KFV-Paderborn-249444/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=340917">Niklas Schäfers</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=340917">Pixabay</a> </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nur wenige Tage zuvor, am Samstagvormittag, hatte es auch in Syke 
Proteste gegen die AfD und die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich 
zum Ministerpräsidenten in Thüringen gegeben. Über 100 Menschen folgten 
dem Aufruf „Thüringen: Die Dämme brechen“ des Bündnisses „Wir sind mehr.
 Landkreis Diepholz“ und der Initiative Seebrücke vor das Kreishaus. Die
 Zeitnähe zwischen dem Brandanschlag und der Kundgebung in Syke gegen 
die AfD in Thüringen verwundert auch engagierte Mitglieder. „Wir fragen 
uns schon, ob es da einen Zusammenhang geben könnte“, so Michael Roeder 
vom „Wir sind mehr Bündnis Diepholz. „Wir waren da ja auch noch mit etwa
 20 Demoteilnehmern im Martini essen“, sagt Roeder. Und er hofft, dass 
auch dieser Verbindung polizeilich nachgegangen werde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gastwirte bieten der AfD kein Forum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die AfD im Landkreis Diepholz gilt als Anhängerschaft des völkischen 
„Flügels“, 2017 wurde Alexander Gauland als Redner nach Brinkum 
eingeladen. Doch im Stadtrat der ehemaligen Kreisstadt Syke ist die 
Partei nicht vertreten. Das Wahlergebnis für die AfD lag bei der letzten
 Landtagswahl im Wahlkreis Syke bei rund sechs Prozent. „Tief betroffen“
 von dem Vorfall zeigte sich am Morgen Bürgermeisterin Suse Laue 
gegenüber lokalen Medien. Sie verurteile die Tat, die nicht zu dem 
bisher guten Miteinander in Syke passe. Der Syker Rat werde sich am 
Donnerstagabend mit dem Thema beschäftigen. Sie werde sich dafür 
einsetzen, dass er die Tat verurteile, so die Bürgermeisterin.<br>
&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Syke ist kein Hotspot der extrem rechten Szene, doch Erika Schneider 
von der Seebrückeninitiative betont, dass die AfD sehr wohl präsent sei:
 „Sie sind überall dabei und vor allem im Landkreis Diepholz aktiv – zum
 Glück will die Mehrheit der Gastwirte ihnen kein Forum bieten“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit Sturmmaske bei der NPD-Sonnenwendfeier</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ortsteil Barrien galt unter Rechten als „Arrien“, das B am 
Ortseingangsschild wurde verklebt. 2019 attackierte in dem Syker 
Ortsteil ein so genannter „Reichsbürger“ einen CDU-Politiker öffentlich,
 beleidigte und bedrohte ihn. Hier tummeln sich seit Jahrzehnten Rechte.
 Beim Schützenfest kam es zu Übergriffen gegen Geflüchtete, berichten 
Jugendliche. Ein Mitglied der Bremer Rechtsrock-Band „Endstufe“ wohnt in
 Barrien. Der Mann spielt auch Schlagzeug in der Szene-Combo „Bunker 
16“. Ein weiteres Bandmitglied wohnte ganz in der Nähe. Im Mai 2011 trat
 „Bunker 16“ im nahen Groß Mackenstedt auf, keine 20 Kilometer entfernt 
von Syke. Rund 150 Rechtsrock-Fans aus ganz Norddeutschland sollen 
teilgenommen haben. Dort an der Landesgrenze zu Bremen befanden sich 
lange Jahre Proberäume für diverse rassistische Bands.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein aus Bremer stammender Rechtsextremist ist nach Syke gezogen. Im 
Dezember trat er mit Sturmmaske bei der Sonnenwendfeier der NPD in 
Eschede auf, wie Fotos belegen. Jugendliche Mitglieder einer 
Fußballmannschaft aus Syke posteten bei Facebook Fotos in Shirts mit der
 Aufschrift „TuS Syke – Meine Heimat – meine Liebe – mein Stolz“, ein 
Trainer zeigt sich im Profilbild mit einer Panzerfaust im Anschlag. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Region um Syke siedeln zudem Anhänger der kriminellen  Rockergang „Hells Angels“ an. Ein Imbiss und ein Restaurant in der nahen  Umgebung werden aus dem Umfeld des im Landkreis Diepholz ansässigen „MC  Legion“ betrieben. Eine umtriebige Szene also gibt es auch dort.  Die  Polizei ermittelt in alle Richtungen, konkrete Hinweise auf die Täter  des Anschlages liegen bisher anscheinend nicht vor. (ar)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: <a rel="noreferrer noopener" aria-label="https://www.bnr.de (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.bnr.de" target="_blank">https://www.bnr.de</a>   Autor: Andrea Röpke vom 13.02.2020</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Gefährlicher Waffen-affiner Rechtsextremismus</title>
		<link>https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/gefaehrlicher-waffen-affiner-rechtsextremismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Feb 2020 09:37:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Anders Breivik]]></category>
		<category><![CDATA[c 18]]></category>
		<category><![CDATA[combat 18]]></category>
		<category><![CDATA[Pegida]]></category>
		<category><![CDATA[Reichsbürger]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution Chemnitz]]></category>
		<category><![CDATA[waffen]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Anton Maegerle 30.01.2020 &#8211; Bei rechtsextremen Gewalttaten und Razzien in der Szene werden durch die Polizei immer wieder zahlreiche Waffen sichergestellt. Bnr.de dokumentiert ausgewählte Fälle aus dem zweiten Halbjahr 2019 sowie einschlägige Gerichtsurteile. 2019 wurde besonders deutlich, dass von Rechtsextremisten reale und akute Gefahren ausgehen. In der Nacht zum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p class="wp-block-paragraph">Von Anton Maegerle        30.01.2020 &#8211; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei rechtsextremen 
Gewalttaten und Razzien in der Szene werden durch die Polizei immer 
wieder zahlreiche Waffen sichergestellt. Bnr.de dokumentiert ausgewählte
 Fälle aus dem zweiten Halbjahr 2019 sowie einschlägige Gerichtsurteile.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide" style="grid-template-columns:61% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph"> 2019 wurde besonders deutlich, dass von Rechtsextremisten reale und  akute Gefahren ausgehen. In der Nacht zum 2. Juni wurde Kassels  Regierungspräsident Walter Lübcke auf der Terrasse seines Hauses per  Kopfschuss ermordet. Am 9. Oktober erschoss ein militanter Antisemit in  Halle an der Saale einen Mann und eine Frau. Das geplante Blutbad des  hoch gerüsteten Täters in der Haller Synagoge scheiterte an der  Eingangstür.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der gewaltorientierte Rechtsextremismus weist fließende Übergänge in 
den Rechtsterrorismus auf. Bezeichnend dafür stehen Gruppierungen wie 
„Oldschool Society“, „Gruppe Freital“, und „Revolution&nbsp; Chemnitz“. Die 
Affinität von Rechtsextremisten zu Waffen wird selbst in den 
Verfassungsschutzberichten des Bundes und der Länder seit Jahren 
gebetsmühlenartig wiederholt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bnr.de dokumentiert nachstehend ausgewählte Fälle von Waffenfunden in
 rechtsextremen Zusammenhängen sowie entsprechende Gerichtsurteile im 
zweiten Halbjahr 2019.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Landgericht Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern hat Marko G., 
einen früheren Scharfschützen beim Spezialeinsatzkommando (SEK) 
Mecklenburg-Vorpommern, kurz vor Weihnachten zu einem Jahr und neun 
Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Bei dem Fall ging es unter 
anderem um den illegalen Besitz einer Uzi-Maschinenpistole und 1500 
Schuss Kriegswaffen-Munition sowie um die unsachgemäße Lagerung weiterer
 Waffen, Munition und Sprengmittel. Es ging aber auch um die 
Prepper-Gang „Nordkreuz“, in der Marko G. eine führende Rolle innehatte.
 In Chats unter einzelnen Prepper-Mitgliedern wurde rechtsextremes 
Gedankengut ausgetauscht. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die 
Staatsanwaltschaft hat Revision eingelegt. (<a href="http://www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/Prepper-Szene-Revision-in-Nordkreuz-Prozess-um-illegalen-Waffenbesitz-id26904867.html">www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/Prepper-Szene-Revision-in-N&#8230;</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Arsenal von Waffen und Munition beschlagnahmt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Durchsuchungen in der rechtsextremen Szene in Hessen am 18. 
Dezember stellte die Polizei Waffen und Drogen sicher.&nbsp; Wie das 
hessische Innenministerium mitteilte, wurden zwölf Wohnungen und Objekte
 durchsucht. Dabei sei ein Haftbefehl vollstreckt worden, sagte 
Innenminister Peter Beuth (CDU) in Wiesbaden. Die Durchsuchungen gab es 
dem Ministerium zufolge in den Bereichen der Polizeipräsidien Mittel-, 
Ost-, Nord- und Südhessen. Die Beamten entdeckten unter anderem 
Schießpulver, Pyrotechnik, Schwefelsäure und rechtsextreme 
Devotionalien. (<a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/hessen-razzia-in-rechter-szene-ermittler-finden-waffen-und-drogen-a-1301871.html#ref=rss">www.spiegel.de/panorama/justiz/hessen-razzia-in-rechter-szene-ermittler-&#8230;</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein 54-Jähriger aus dem hessischen Wächtersbach, der Kontakte zur 
„Reichsbürger“-Szene hatte und früher Mitglied eines Schützenvereins 
war, ist im November vom Schöffengericht Gelnhausen wegen unerlaubten 
Besitzes von Waffen und Sprengstoff zu einer Freiheitsstrafe von 15 
Monaten zur Bewährung verurteilt worden. In der Wohnung fanden sich ein 
Hitler-Bild und Hakenkreuz-Kerzen.&nbsp; Als ein Sondereinsatzkommando am 8. 
Januar 2018 auf dem Anwesen des Handwerkers anrückte, wurde ein ganzes 
Arsenal von Waffen und Munition beschlagnahmt. Insgesamt 13 Pistolen, 
Gewehre und Revolver besaß der Mann illegal. Hinzu kamen über 10.000 
Schuss Munition diverser Kaliber, ein Fallmesser sowie zwei 
Schalldämpfer – und rund ein Kilogramm Schwarzpulver. (<a href="http://www.fuldaerzeitung.de/regional/kinzigtal/schusswaffen-und-sprengstoff-gehortet-54-jahriger-zu-bewahrungsstrafe-verurteilt-JD9342784">www.fuldaerzeitung.de/regional/kinzigtal/schusswaffen-und-sprengstoff-ge&#8230;</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. November feuerten vier Männer im Alter zwischen 29 und 52 
Jahren von einem Balkon aus im niedersächsischen Schöningen 
Leuchtmunition auf eine Gruppe Flüchtlinge ab. Unter den Opfern der 
Attacke befand sich nach Polizeiangaben auch ein fünf Monate altes Baby.
 Zwei Passanten, die den Angegriffenen zur Hilfe eilten, gerieten 
ebenfalls unter Beschuss. Die Polizei fasste die vier Verdächtigen noch 
im Laufe der Nacht und stellte eine Pistole sowie Leuchtmunition sicher.
 (<a href="http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Attacke-auf-Fluechtlinge-Schoeningen-setzt-Zeichen,schoeningen144.html">www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Attack&#8230;</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Im Internet mit Schusswaffen posiert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Mann aus dem brandenburgischen Schwedt, der der 
„Reichsbürger“-Bewegung um das so genannte „Amt für Menschenrechte“ 
nahesteht, wurde in Abwesenheit am 12. November vom Amtsgericht Schwedt 
zu einer Geldstrafe in Höhe von 7200 Euro wegen illegalen Waffenbesitzes
 verurteilt. Die Polizei stellte seine halbautomatische Ceska-Pistole 
sowie zwei Munitionssätze je 22 und 25 Patronen sicher. Darüber hinaus 
fanden die Beamten 22 pyrotechnische Erzeugnisse polnischer Herkunft, 
wie Amtsgericht-Sprecher Jan Wilke mitteilte. Ursprünglich verfügte der 
57-Jährige über eine Waffenbesitzkarte, die allerdings von der 
zuständigen Waffenbehörde Polizeidirektion Ost widerrufen wurde.&nbsp; (<a href="http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1769050/">www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1769050/</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. November löste ein 35-jähriger „Reichsbürger“ im sächsischen 
Sebnitz einen Polizeieinsatz aus. Zuvor hatte er im Internet mit 
Schusswaffen posiert. Zeugen riefen daraufhin die Polizei. Die Beamten 
fanden in seiner und der Wohnung der Lebensgefährtin unter anderem einen
 Elektroschocker, Schreckschusswaffen mit Munition, einen Morgenstern, 
diverse Macheten und Messer. (<a href="http://www.dnn.de/Region/Polizeiticker/Reichsbuerger-loest-Polizeieinsatz-in-Sebnitz-aus">www.dnn.de/Region/Polizeiticker/Reichsbuerger-loest-Polizeieinsatz-in-Se&#8230;</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend des 4. November soll ein „Reichsbürger“ in Hannover auf 
offener Straße zwei Jugendliche mit einem Gewehr bedroht haben. 
Spezialkräfte der Polizei nahmen den 44-Jährigen in der Nacht in seinem 
nahen Wohnhaus fest. Dabei fanden sie neben einem Gewehr auch ein 
Schwert sowie etwas Marihuana. Gegen den Mann wird nun wegen des 
Verdachts der Bedrohung sowie wegen möglicher Waffen- und Drogendelikte 
ermittelt. (<a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/hannover-reichsbuerger-soll-jugendliche-auf-strasse-mit-gewehr-bedroht-haben-a-1295044.html">www.spiegel.de/panorama/justiz/hannover-reichsbuerger-soll-jugendliche-a&#8230;</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Blutbad in Halle gescheitert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im vergangenen November stellte die Polizei in einer Privatwohnung in
 Magdeburg Kriegswaffen aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, darunter 
eine sowjetische Luftrakete, Panzerfäuste und Minen, sicher. Der 
33-jährige Mann steht unter Rechtsextremismusverdacht. Der Beschuldigte 
arbeitete bei der Kampfmittelbeseitigung.&nbsp; (<a href="http://www.mz-web.de/magdeburg/kriegswaffenfund-in-privatwohnung-waffennarr-aus-magdeburg-soll-rechtsextrem-sein-33579754;">www.mz-web.de/magdeburg/kriegswaffenfund-in-privatwohnung-waffennarr-aus&#8230;</a> <a href="http://www.mz-web.de/magdeburg/kriegswaffen-bei-mutmasslichem-rechtsextremen-mann-arbeitete-bei-kampfmittelbeseitigung-33579754">www.mz-web.de/magdeburg/kriegswaffen-bei-mutmasslichem-rechtsextremen-ma&#8230;</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 27-jährige Antisemit Stephan Balliet erschoss am 9. Oktober in 
Halle zwei Menschen. Sein geplantes Blutbad in der Haller Synagoge an 
Jom Kippur, dem wichtigsten jüdischen Fest, scheiterte. Der Täter war im
 Besitz von vier Kilogramm Sprengstoff in zahlreichen 
Sprengvorrichtungen, zwei improvisierten Schrotflinten, einer 
Einzelschusspistole, einer halbautomatischen Schusswaffe mit 
Kunststoffteilen aus dem 3D-Drucker und einer Maschinenpistole vom Typ 
„Luty“ 9 mm. Bereits 2015 soll sich Balliet im Internet erstmals eine 
Schusswaffe besorgt haben. Vor seiner Terrortat hatte&nbsp; Balliet selbst 
detaillierte Anleitungen zum Bau von Waffen im Internet verbreitet, 
darunter 3D-Modelle für Magazine und Einzelteile von Waffen.&nbsp; Mit 
entsprechender Technik lassen sich die Bauteile damit ausdrucken. Der 
Bau von Waffen – auch mithilfe eines 3D-Druckers – ist in Deutschland 
ohne ausdrückliche Erlaubnis verboten. Balliet veröffentlichte zudem 
eine englischsprachige Anleitung zur Herstellung von Munition für eine 
selbstgebaute Schrotflinte. Auf einem Foto ist zu sehen, dass auf eine 
der Patronen ein Hakenkreuz aufgemalt wurde. Zeitstempel der Bilddateien
 legen nahe, dass Balliet spätestens im Juni 2019 mit den Vorbereitungen
 für einen Anschlag begann. (<a href="http://www.zdf.de/politik/frontal-21/halle-attentaeter-nutzte-3d-drucker-fuer-waffenproduktion-102.html;">www.zdf.de/politik/frontal-21/halle-attentaeter-nutzte-3d-drucker-fuer-w&#8230;</a> <a href="http://www.tagesschau.de/inland/halle-attentaeter-101.html">www.tagesschau.de/inland/halle-attentaeter-101.html</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kiloweise Schwarzpulver bei Münchner Pegida-Chef</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Münchner Pegida-Chef Heinz Meyer wurde im September vom Münchner 
Amtsgericht wegen des Besitzes von kiloweise Schwarzpulver sowie zwei 
Fällen der Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 300 Tagessätzen 
verurteilt. Polizisten hatten im Dezember 2018 in Meyers Wohnung 37 so 
genannte China-Böller gefunden, weitere 26 waren im Keller eingelagert. 
Die Beamten hatten Datenträger und Speichermedien gesucht im 
Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Volksverhetzung gegen Meyer. Meyer 
ist wegen Körperverletzung und wegen eines Verstoßes gegen das 
Waffengesetz vorbestraft. Sicherheitsbehörden sehen in Meyer einen 
rechten Gefährder. (<a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-amtsgericht-pegida-heinz-meyer-sprengstoff-1.4622052">www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-amtsgericht-pegida-heinz-meyer-spr&#8230;</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im September meldete die Tageszeitung „taz“, dass die Polizei im Jahr
 2018 in der extrem rechten Szene im Zuge von Ermittlungen bei 
rechtsmotivierten Straftaten 1091 Waffen (2017: 676) beschlagnahmt hat. 
Dabei handelte es sich unter anderem um Faustfeuerwaffen, Langwaffen, 
Kriegswaffen, Spreng- und Brandvorrichtungen, Pyrotechnik oder Hieb- und
 Stichwaffen. Die Auflistung des Bundesinnenministeriums nennt 563 
entsprechende Straftaten – darunter 235 Gewaltdelikte. (<a href="http://www.taz.de">www.taz.de</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beweismittel gegen internationalen Sprengstoff-Ring sichergestellt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polizei stellte im August bei dem Schlag gegen eine 
Internetplattform zum Bau von Kriegswaffen und Bomben allein in 
Niedersachsen rund 200 Kilogramm sprengstofftaugliches Material sicher. 
Das teilten die Staatsanwaltschaft Göttingen und die Polizeidirektion 
Göttingen mit. Bundesweit wurden bei der Razzia in neun Bundesländern 
insgesamt rund 400 Kilogramm Grundstoffe zur Bombenherstellung und 
Drogen wie Amphetamine, Heroin und Marihuana beschlagnahmt. Zudem fanden
 die Beamten Waffen: unter anderem Gewehre, Messer sowie Munition. 
Beweismittel wurden auch in Litauen und Kroatien bei der Razzia gegen 
einen internationalen Sprengstoff-Ring sichergestellt. Koordiniert wurde
 der Einsatz aus Göttingen. Offen ist, inwieweit politische Motive bei 
den insgesamt 22 Verdächtigen eine Rolle spielen. Zumindest bei einem 
Tatverdächtigen gebe es Hinweise auf eine rechtsextreme Gesinnung, so 
die Ermittler. Bei dem Mann aus dem westfälischen Soest seien mehrere 
T-Shirts und Aufkleber mit Aufdruck rechtsradikaler Netzwerke sowie eine
 Hakenkreuzfahne sichergestellt worden. (<a href="http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Razzia-Material-fuer-30-Kilo-Bombe-sichergestellt,razzia1248.html">www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Razzia&#8230;</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht zum 2. August nahmen Spezialeinsatzkräfte der Polizei in
 Bremen-Osterholz einen 54-jährigen Mann fest, der in seinem Garten 
Schüsse aus einer Signalwaffe abgegeben haben soll. Neben der Haustür 
hatte der Mann zwei Äxte und ein Schwert griffbereit liegen, wie die 
Polizei mitteilte. Der Verdächtige wurde in der Wohnung festgenommen. 
Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden eine Machete, eine Armbrust, Säbel
 und Munition und eine Signalwaffe sichergestellt. Zudem fanden die 
Polizisten unter anderem verfassungswidrige Zeichen und Symbole wie 
Hakenkreuze und Flaggen an den Wänden. Während des Einsatzes soll der 
Mann fremdenfeindliche und rechtsgesinnte Parolen geäußert haben. (<a href="http://www.nwzonline.de/blaulicht/bremen-waffenfund-ei_a_50,5,1950910796.html">www.nwzonline.de/blaulicht/bremen-waffenfund-ei_a_50,5,1950910796.html</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Softair-Waffen und augenscheinliche Handgranaten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem „Reichsbürger“ aus dem bayerischen Brunnthal (Landkreis 
München) stellte die Polizei ein kleines Arsenal an Waffen sicher. Der 
Vorfall ereignete sich bereits im Februar, allerdings berichtete die 
Polizei erst Anfang August darüber. In der Wohnung fand die Polizei 
neben gefälschten Urkunden auch zahlreiche gefährliche Gegenstände und 
Waffen. Darunter eine Pistole mit Schalldämpfer, eine Taser-Pistole, 
Pfefferspray sowie eine Armbrust samt diverser Bolzen. (<a href="http://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/brunnthal-ort377264/brunnthal-waffen-bei-reichsbuerger-gefunden-polizei-kam-wegen-anderen-vergehens-12882116.html">www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/brunnthal-ort377264/brunnthal-waffen-b&#8230;</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Juli wurden in der Wohnung einer 56-jährigen Frau im 
bayerischen Freising zahlreiche Waffen entdeckt. Das Arsenal reicht vom 
Schlagring und kleinen Klappmessern über Pistolen, Schreckschusswaffen 
mit Schalldämpfer,&nbsp; Imitationshandgranaten, Nebelwurfkörper, 
Softairwaffen und Luftdruckgewehren bis hin zu augenscheinlichen 
Handgranaten. Insgesamt werden 41 Gegenstände sichergestellt. Sogar ein 
Sturmgewehr lagerte bei der 56-Jährigen. (<a href="http://www.merkur.de/lokales/freising/freising-ort28692/freising-frau-ruft-krankenwagen-einsatz-nimmt-bedrohliche-wendung-rechtsradikale-mit-waffen-12858252.html">www.merkur.de/lokales/freising/freising-ort28692/freising-frau-ruft-kran&#8230;</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aus fremdenfeindlicher Motivation niedergeschossen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der 55-jährige Roland K. aus dem hessischen Biebergemünd&nbsp; 
(Main-Kinzig-Kreis), Mitglied im Schützenverein Neudorf 1961, hat im 
südhessischen Wächtersbach&nbsp; am 22. Juli, dem achten Jahrestag des 
Massakers von Anders Breivik in Norwegen, aus fremdenfeindlicher 
Motivation einen 26-jährigen Mann aus Eritrea niedergeschossen. In der 
Wohnung und im Auto des Mannes entdeckte die Polizei nicht nur sechs 
Waffen, darunter auch halbautomatische und großkalibrige Modelle, 
sondern auch Gegenstände mit Motiven aus der ultrarechten Szene. (<a href="http://www.hessenschau.de/gesellschaft/warum-niemand-roland-k-stoppte,spurensuche-schuesse-schuesse-eritreer-1.4535969">www.hessenschau.de/gesellschaft/warum-niemand-roland-k-stoppte,spurensuc&#8230;</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsatzkräfte der Sonderkommission Rechtsextremismus des 
Landeskriminalamts Sachsen stellten am 22. Juli in einer Wohnung in 
Dresden-Klotzsche mehrere Waffen sicher. Der Bewohner, ein 28-jähriger 
polizeibekannter Rechtsextremist, war nicht anwesend. Dabei wurden unter
 anderem ein offenbar umgebautes Softair-Gewehr, eine Pistole und 
Munition sichergestellt. (<a href="http://www.radiodresden.de/beitrag/lka-stellt-waffen-bei-rechtsextremisten-in-klotzsche-sicher-594852/">www.radiodresden.de/beitrag/lka-stellt-waffen-bei-rechtsextremisten-in-k&#8230;</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Männer im Alter von 24 und 26 Jahren haben in Berlin am 21. Juli
 einen 24-Jährigen in einem Regionalexpress der Linie RE5 zwischen 
Blankenfelde und Hauptbahnhof mit einem Druckluftgewehr bedroht und 
fremdenfeindlich beleidigt.<br>
Das Gewehr ließ der 24-jährige Täter sich erst von den herbeigerufenen 
Bundespolizisten abnehmen, die die beiden Männer vorläufig festnahmen. 
Dabei zeigte der 24-Jährige zudem den Hitlergruß. Bei der Durchsuchung 
fanden die Polizisten Munition für Druckluftwaffen, einen Dolch und ein 
Teppichmesser, die sie sicherstellten. (<a href="http://www.berlin.de/aktuelles/berlin/kriminalitaet/5843523-4362932-zugreisenden-mit-luftgewehr-bedroht-und-.html">www.berlin.de/aktuelles/berlin/kriminalitaet/5843523-4362932-zugreisende&#8230;</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.bnr.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="https://www.bnr.de/ (öffnet in neuem Tab)">https://www.bnr.de/</a></p>
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		<title>So gedenken Nenndorfer und Rodenberger der Auschwitz-Befreiung vor 75 Jahren</title>
		<link>https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/so-gedenken-nenndorfer-und-rodenberger-der-auschwitz-befreiung-vor-75-jahren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2020 10:02:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Nolte]]></category>
		<category><![CDATA[Auschwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenkveranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[Nenndorf]]></category>
		<category><![CDATA[Rodenberg]]></category>
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					<description><![CDATA[BAD NENNDORF. Eindrucksvoll haben am Montagabend mehr als 80 Nenndorfer und Rodenberger der Opfer des Nazi-Terrors gedacht. Anlässlich des 75. Jahrestages der Auschwitz-Befreiung verfolgten die Teilnehmer das Brecht-Stück „Klopfzeichen“ in einer Schattentheater-Vorstellung. Anschließend machten sie sich auf zum Gedenkstein für verfolgte und ermordete Juden. Das Schattentheater handelte vom jungen KZ-Häftling Julius,]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"> BAD NENNDORF. Eindrucksvoll haben am Montagabend mehr als 80 Nenndorfer  und Rodenberger der Opfer des Nazi-Terrors gedacht. Anlässlich des 75.  Jahrestages der Auschwitz-Befreiung verfolgten die Teilnehmer das  Brecht-Stück „Klopfzeichen“ in einer Schattentheater-Vorstellung.  Anschließend machten sie sich auf zum Gedenkstein für verfolgte und  ermordete Juden.<br> <br> Das Schattentheater handelte vom jungen KZ-Häftling Julius, der heimlich  – per Klopfzeichen – seine Beichte bei einem Priester ablegte. Julius  wurde erschossen, weil er einen halben Teelöffel Mehl gestohlen hatte.  Dies geschah, um Hostien für religiöse Handlungen zu backen. Seine  Erstkommunion empfing Julius nicht mehr, weil er erwischt wurde, ehe ihn  die zu dem Zweck gebackene Hostie erreichte. Einen seiner Mitinsassen  verfolgen die Klopfzeichen des eigentlich unschuldigen, aber dennoch zum  Tode verurteilten Jungen sein Leben lang. Daher ist die Antwort auf die  Frage seiner Gattin, ob alles in Ordnung sei, auch nur eine leere  Phrase. „Ja, es ist alles in Ordnung“, sagt der KZ-Überlebende am  Vorabend der Erstkommunion seiner Tochter.<br> <br> Andreas Nolte von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes strich  anschließend heraus, dass die Wahl der Auschwitz-Befreiung als  Holocaust-Gedenktag umstritten ist. Denn da endete das Martyrium für die  Mehrzahl der Häftlinge nicht. Sie wurden mitten im Winter auf  Todesmärsche zu anderen Lagern geschickt, wo nur noch wenige ihre  Befreiung erlebten. Etwas mehr als 7000 Insassen traf die Rote Armee an,  als sie Auschwitz erreichte.<br> <br> In Zeiten aufkeimenden Rechtsradikalismus und Antisemitismus mahnte  Nolte: „Wehret den Anfängen.“ Jürgen Henze, Sprecher des  Präventionsrates Nenndorf-Rodenberg, der erstmals Veranstalter der  Gedenkfeier war, bedankte sich bei Bad Nenndorf ist bunt. Denn diese  Gruppe sei die Keimzelle des Nenndorfer Widerstandes gegen Rechts  gewesen.<br> <br> Lea Sankowske vom Nenndorfer Jugendbeirat sagte am jüdischen Mahnmal,  dass eigentlich jeder Tag ein Gedenktag an den Terror des Hitler-Regimes  sein müsste. Denn die Nazis hätten während ihrer Herrschaft auch an  jedem Tag Verbrechen begangen. „Nie wieder Faschismus“ rief sie den  Zuhörern zu, ehe Ludmila Nekrasova von der jüdischen Gemeinde das  Kaddisch-Gebet sprach. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="760" height="380" src="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/27.01.2020-gedenkstein.jpg" alt="" class="wp-image-1154" srcset="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/27.01.2020-gedenkstein.jpg 760w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/27.01.2020-gedenkstein-300x150.jpg 300w" sizes="(max-width: 760px) 100vw, 760px" /><figcaption> Dennis Grages legt eine weiße Rose am Gedenkstein für die jüdischen Opfer der Nazis ab.                                                     Quelle: gus aus: <a rel="noreferrer noopener" aria-label="sn-online (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.sn-online.de" target="_blank">sn-online</a> vom 28.01.2020</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/200128-SN-450x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1153" width="594" height="1352" srcset="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/200128-SN-450x1024.jpg 450w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/200128-SN-132x300.jpg 132w" sizes="(max-width: 594px) 100vw, 594px" /></figure>
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		<title>Braune Umtriebe in Norddeutschland</title>
		<link>https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/braune-umtriebe-in-norddeutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jan 2020 11:03:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse 2020]]></category>
		<category><![CDATA[IMK]]></category>
		<category><![CDATA[NPD]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsrock]]></category>
		<category><![CDATA[Reichsbürger]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Horst Freires 10.01.2020 &#8211; Erstmals haben die fünf norddeutschen Bundesländer durch ihre Verfassungsschutzbehörden ein gemeinsames Lagebild zum Rechtsextremismus angefertigt. Dazu wurden Zahlen zusammengetragen und in unterschiedlicher Detailtiefe Erkenntnisse aus der rechten Szene aufgezeigt. Auch das Milieu von so genannten „Reichsbürgern“ und „Selbstverwaltern“ wurde ausgeleuchtet. Die Sicherheitskräfte zählen dabei knapp]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Horst Freires  10.01.2020 &#8211; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstmals haben die fünf 
norddeutschen Bundesländer durch ihre Verfassungsschutzbehörden ein 
gemeinsames Lagebild zum Rechtsextremismus angefertigt. Dazu wurden 
Zahlen zusammengetragen und in unterschiedlicher Detailtiefe 
Erkenntnisse aus der rechten Szene aufgezeigt. Auch das Milieu von so 
genannten „Reichsbürgern“ und „Selbstverwaltern“ wurde ausgeleuchtet.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-image-fill"><figure class="wp-block-media-text__media" style="background-image:url(https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/Screenshot_2020-01-10-imk-nord-lagebild-rechtsextremismus-pdf.png);background-position:50% 50%"><img loading="lazy" decoding="async" width="989" height="734" src="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/Screenshot_2020-01-10-imk-nord-lagebild-rechtsextremismus-pdf.png" alt="" class="wp-image-1101" srcset="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/Screenshot_2020-01-10-imk-nord-lagebild-rechtsextremismus-pdf.png 989w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/Screenshot_2020-01-10-imk-nord-lagebild-rechtsextremismus-pdf-300x223.png 300w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/Screenshot_2020-01-10-imk-nord-lagebild-rechtsextremismus-pdf-768x570.png 768w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/Screenshot_2020-01-10-imk-nord-lagebild-rechtsextremismus-pdf-100x75.png 100w" sizes="auto, (max-width: 989px) 100vw, 989px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-normal-font-size wp-block-paragraph"> Die Arbeit, zusammengefasst auf 31 Seiten, fußt auf einen Auftrag der  Innenminister und -senatoren aus Schleswig-Holstein,  Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg und Bremen. Innerhalb nur  weniger Wochen wurden Benchmarks wie Parteienlandschaft, neonazistische  Kräfte und subkulturelle Aktivitäten untersucht, was einem Update eines  Verfassungsschutzberichtes entspricht.</p>



<div class="wp-block-file"><a href="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/imk-nord-lagebild-rechtsextremismus.pdf">Dokument Lagebild-rechtsextremismus</a><a href="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/imk-nord-lagebild-rechtsextremismus.pdf" class="wp-block-file__button" download>Herunterladen</a></div>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"> Die Sicherheitskräfte zählen  dabei knapp 4300 Rechtsextremisten in den  fünf Nord-Ländern  beziehungsweise Stadtstaaten: Schleswig-Holstein 1100  (davon 400  gewaltbereit); Mecklenburg-Vorpommern 1500 (700);  Niedersachsen 1170  (880); Hamburg 340 (130); Bremen 170 (80). Wichtig  ist in diesem  Zusammenhang aber die Erkenntnis, dass die Gefahrenlage  sich keinesfalls  in der Größe des Personenpotenzials ausdrückt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Offen rechtsterroristische Strukturen sind demnach nicht erkennbar. 
Als neues Phänomen tauchten im vergangenen August erstmals Flugblätter 
der „Atomwaffendivision“ (AWD) im beschaulichen, 16 000 Einwohner 
zählenden schleswig-holsteinischen Preetz (Kreis Plön) auf. Die 2015 in 
Texas gegründete Gruppierung hat in den USA bereits mehrere rassistische
 und politisch motivierte Morde begangen. Inzwischen gibt es scheinbar 
diverse Kontakte zu Gleichgesinnten nach Westeuropa. Im vergangenen 
Herbst wurden Morddrohungen gegen bekannte Politiker von Bündnis 
90/Grüne publik, die vorgeblich die AWD als Absender ausweisen. 
Bestrebungen, einen scheinbar selbst ernannten Ableger der militanten 
US-Gruppierung „Aryan Circle“ in Schleswig-Holstein aufzubauen, haben 
noch keinen Eingang in den Bericht gefunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verschlüsselung begünstigt Radikalisierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zunehmend spielen sich Aktivitäten, Verabredungen, Kontakte und 
Informationsflüsse im Internet ab. Virtualisierung, Enthemmung und 
Radikalisierung gehen dabei einher. Verschlüsselungsmöglichkeiten im 
weltweiten Netz wiegen Aktivisten ob ihrer Anonymität in Sicherheit, was
 eine zunehmende aggressive Sprache und Agitation befördert – unterm 
Strich also eine Radikalisierung begünstigt, die sich dann als Vehikel 
womöglich auch in der Realwelt in Form potenzieller Gefahr 
widerspiegelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erlebnisorientierte Aktivitäten bilden einen weiteren unverändert 
vorhandenen Schwerpunkt. Die subkulturellen Machenschaften gerade im 
Bereich der rechten Musikszene und neuerdings im Bereich Kampfsport sind
 dafür ein Beleg. Aussagen zu den durchaus bedeutsamen Rollen des 
Versandhandels werden im Lagebild nicht thematisiert. Die 
Sicherheitsexperten sind sich sogar einig in der Beurteilung, dass 
derzeit „keine mit der früheren ‚Blood&amp;Honour‘-Bewegung 
vergleichbare Organisationen/Strukturen in Deutschland existieren“. 
Zweifel an dieser Bewertung mögen an dieser Stelle aber doch angebracht 
sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Habitus und Gebaren von Rockern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das augenscheinliche Auftreten von Neonazi-Zusammenschlüssen hat sich
 in den vergangenen Jahren merklich verändert. Kameradschaften sind ein 
Auslaufmodell, nicht zuletzt deshalb, um behördliches Einschreiten ins 
Leere laufen zu lassen. Die „Nationalen Sozialisten Rostock“ (auch 
„Aktionsblog“) bilden da inzwischen eher eine Ausnahme. Die Übergänge 
ins unstrukturierte Milieu wird dort mit der Kampfsportgruppe „Baltik 
Korps“ dokumentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein gängiger werdendes Gegenmodell sind seit geraumer Zeit hingegen 
Gruppen, die Habitus und Gebaren von Rockern (Patches, Kleidung, 
Hierarchien) übernehmen. Benannt wird beispielhaft die „Brigade 8“ mit 
ihrem Chapter Hannover, die angebunden ist an ein gleichnamiges Pendant 
im sächsischen Weißwasser. Zur „Identitären Bewegung“ bleibt der 
Fünf-Länder-Report eher sehr vage. Insbesondere die durchaus 
interessanten Aktivitäten und Zusammenhänge in Mecklenburg-Vorpommern 
bleiben unerwähnt. Im Übrigen vermisst man im Lagebild auch einen 
Hinweis auf das Feindeslisten-Thema der in Mecklenburg-Vorpommern 
aufgedeckten, aber wohl überregional operierenden Gruppe „Nordkreuz“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hinter der Fassade von „Wutbürgern“</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Hansestadt Hamburg fanden die „Merkel muss 
weg“-Veranstaltungen statt, die sich zuletzt den Namen „Michel, wach 
endlich auf“ verpasst haben. Die Organisatoren und Teilnehmer speisen 
sich sowohl aus den Bereichen subkultureller Agitatoren, geschulter 
Neonazis und Parteikräften bis hinein in die AfD. 14 Veranstaltungen hat
 es mittlerweile gegeben, zuletzt mit nur noch größeren zeitlichen 
Abständen. Der Hamburger Verfassungsschutz wies von Anfang an darauf 
hin, dass sich hinter der Fassade von vermeintlichen „Wutbürgern“ 
stramme rechtsextreme Verbindungen herleiten lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bezogen auf den Parteiensektor haben NPD, „Der III. Weg“ und „Die 
Rechte“ mit Blick auf die zurückliegenden Wahlen ihre Bedeutung immer 
mehr eingebüßt. Keine dieser Parteien ist mehr in den Genuss einer 
Wahlkampfkostenerstattung gekommen, so minimal fielen die Ergebnisse 
aus. Vereinzelte Wahlerfolge existieren nur noch in Form von 
Kommunalmandaten. Die Tendenz ist aber auch hier rückläufig. In 
Mecklenburg-Vorpommern eroberte man im vergangenen Mai 22 solcher Sitze.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verkappte Musikkonzerte unter dem Parteienstatus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unverändert agiert die NPD aber auch mit scheinbar unverdächtigen 
Tarn-Wählervereinigungen oder Einzelbewerbungen, um den belasteten Namen
 der NPD außen vor zu lassen. Beim ehemaligen Bundesvorsitzenden der 
NPD-Jugendorganisation Junge Nationalisten Sebastian Richter führte 
genau dies in der Gemeinde Groß Krams (Landkreis Ludwigslust-Parchim) 
beispielsweise zum Mandatsgewinn. Dennoch betonen die 
Verfassungsschützer aus Schwerin: Die NPD bleibt im Nordosten 
handlungsfähig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Parteien-Rolle wird jedenfalls zunehmend weg von der Wahl- hin 
zur Logistikpartei verfestigt. Der Parteienstatus ermöglicht das 
Anmelden von Demonstrationen und oft auch nur vorgeschobenen 
Veranstaltungen als verkappte Musikkonzerte. Bei rückläufigen 
Mitgliederzahlen (Ausnahme NPD in Hamburg, die einen minimalen Zuwachs 
von 100 auf 110 Parteigänger aufweist) kommt offeneren Strukturen also 
eine größere Bedeutung zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1400 „Reichsbürger“ in Niedersachsen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die „Reichsideologen“, die das alte Deutsche Reich fortbestehen zu 
glauben meinen oder das aktuelle deutsche Staatsgefüge in der jetzigen 
Form nicht anerkennen, behördliche Anordnungen ignorieren oder 
querulatorisch angehen, gelten wegen ihrer Aggressivität und 
Gewaltneigung teils gepaart mit einer Waffenaffinität als gefährlich. Im
 Zahlenwerk zu besagten „Reichsbürgern“ fällt ein großes Gefälle 
zwischen Niedersachsen und den übrigen Nord-Ländern auf. Aufgelistet 
wurden: Schleswig-Holstein 324 (davon zwölf Rechtsextremisten); 
Mecklenburg-Vorpommern 500 (39); Niedersachsen 1400 (60); Hamburg 165 
(14); Bremen 130 (5).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben vielen Einzelaktivisten und Kleinstgruppen gibt es auch 
überregional auftretende Gruppierungen. Dazu zählen der „Staatenbund 
Deutsches Reich“ mit den Untergliederungen wie dem „Freistaat Preußen“, 
die „Verfassungsgebende Versammlung“, die sogar ein Internetradio 
betreibt, das von Niedersachsen aus agierende „Amt für Menschenrechte“ 
mit teilweise leicht abgeänderten Namensvarianten, „Geeinte deutsche 
Völker und Stämme“, „Preußisches Institut – Bismarcks Erben“, 
„Staatenlos.info Comedian e.V.“ und „Gelberschein.info“ beziehungsweise 
„Gelberschein.net“. Bei „Staatenlos.info“ existiert eine Aktionsachse 
zwischen Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg mit teils 
wöchentlichen Auftritten auf dem Hamburger Rathausmarkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.hamburg.de/contentblob/13358892/423e3e14bd47ddb0923928d3e44eb735/data/imk-nord-lagebild-rechtsextremismus.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="hier geht es zum kompletten  gemeinsamen Dokument der norddeutschen Verfassungschutzbehörden (öffnet in neuem Tab)">hier geht es zum kompletten  gemeinsamen Dokument der norddeutschen Verfassungschutzbehörden</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: <a rel="noreferrer noopener" aria-label="bnr.de (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.bnr.de" target="_blank">bnr.de</a> Autor: Horst Freires</p>
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