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	<title>Franziska Schröter &#8211; Bad Nenndorf ist Bunt</title>
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	<title>Franziska Schröter &#8211; Bad Nenndorf ist Bunt</title>
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	<item>
		<title>Pressemitteilung der FES von der Veranstaltung am 28.10.2019 In Bad Nenndorf- Verlorende Mitte-Feindselige Zustände</title>
		<link>https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/pressemitteilung-der-fes-von-der-veranstaltung-am-28-10-2019-in-bad-nenndorf-verlorende-mitte-feindselige-zustaende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Nov 2019 15:07:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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			</item>
		<item>
		<title>Verlorene Mitte, feindselige Zustände -Ist rechtes Denken normal?</title>
		<link>https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/verlorene-mitte-feindselige-zustaende-ist-rechtes-denken-normal-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2019 15:18:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Röpke]]></category>
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		<category><![CDATA[Franziska Schröter]]></category>
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		<category><![CDATA[Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[Pressebericht von Thomas Berger, BNib, zur Vorstellung der neuen „Mitte – Studie“&#160;&#160;2018 / 2019 der Friedrich-Ebert-Stiftung am 28.10.2019 um 18:30 in Bad Nenndorf, Haus Kassel Verlorene Mitte, feindselige Zustände – Ist rechtes Denken normal? Unter diesem Titel fand am Montag, 28.10.2019 ab 18:30 die Vorstellung der neuen sogenannten Mitte –]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator is-style-wide"/>



<p><em>Pressebericht von Thomas Berger, BNib, 
zur Vorstellung der neuen „Mitte – Studie“&nbsp;&nbsp;2018 / 2019 der 
Friedrich-Ebert-Stiftung am 28.10.2019 um 18:30 in Bad Nenndorf, Haus 
Kassel</em></p>



<p><strong>Verlorene Mitte, feindselige Zustände – Ist rechtes Denken normal?</strong></p>



<p><br>Unter
 diesem Titel fand am Montag, 28.10.2019 ab 18:30 die Vorstellung der 
neuen sogenannten Mitte – Studie der Friedrich–Ebert–Stiftung mit 
anschließender Podiumsdiskussion im Haus Kassel in Bad Nenndorf 
statt.&nbsp;&nbsp;Seit 2006 untersucht die Friedrich-Ebert-Stiftung in ihren 
Mitte-Studien rechtsextreme Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft.
 </p>



<p>In Vertretung für den vor kurzem 
verstorbenen Initiator dieser Veranstaltung des Bündnisses Bad Nenndorf 
ist bunt e.V., Dr. Udo Husmann, übernahm Vorstandsmitglied Claudia 
Dargel die Begrüßung der ca. 100 Gäste im komplett gefüllten 
Vortragssaal des Haus Kassel.&nbsp;&nbsp;Eine im Anschluss folgende kurze 
Einführung in die Veranstaltung gab der Referent im Landesbüro 
Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung, Herr Alexander Bodenstab.</p>



<p>In
 einer anschaulichen und prägnanten Zusammenfassung präsentierte die 
Herausgeberin der Studie, Franziska Schröter vom Projekt gegen 
Rechtsextremismus der Friedrich-Ebert-Stiftung, die neue Mitte–Studie, 
welche mittlerweile 332 Seiten umfasst.&nbsp;&nbsp;Eindeutig und offen 
rechtsextreme Einstellungen werden in der Studie vom Großteil der 
Bevölkerung abgelehnt. Etwa 2 bis 3 % der Befragten äußern sich klar 
rechtsextrem – im Osten nicht mehr als im Westen. Besonders weit 
verbreitet ist die Zustimmung zum Nationalchauvinismus, aber auch 
Sozialdarwinismus ist häufig: Fast jeder Zehnte stimmt inzwischen der 
Aussage „Es gibt wertvolles und unwertes Leben.“ zu. Die Hälfte der 
Befragten neigt zur Abwertung von Asylsuchenden, obgleich die Zahl der 
Asylsuchenden rückläufig ist. Deutlich weiter verbreitet als 
rechtsextreme sind rechtspopulistische Einstellungen. 
Rechtspopulistische Einstellungen haben sich verfestigt und sind in der 
Mitte der Gesellschaft normaler geworden. Neu erfasst hat die Studie die
 Zustimmung oder Ablehnung von Verschwörungstheorien. Diese finden 
teilweise hohen Zuspruch. So meint fast die Hälfte der Befragten, es 
gäbe geheime Organisationen, die Einfluss auf politische Entscheidungen 
haben. Personen, die solchen Verschwörungsmythen glauben, sind zugleich 
misstrauischer gegenüber dem politischen System und sie zeigen eine 
höhere Gewaltbereitschaft und stärkere Abwertungen gegenüber anderen 
Menschen.</p>



<p>Die Ergebnisse und 
Fragestellungen der vorgestellten Studie wurden in der nachfolgenden 
Podiumsdiskussion ausführlich diskutiert. Als Podiumsgäste waren neben 
Franziska Schröter die Journalistin&nbsp;&nbsp;Andrea Röpke, Marja-Liisa Völlers 
MdB und der Vorsitzende von Bad Nenndorf ist bunt e.V., Winfried Wingert
 geladen. Durch die Diskussion führte als Moderatorin Rosa Legatis, 
Hannover.</p>



<p>Der Vorsitzende von Bad 
Nenndorf ist bunt e.V., Winfried Wingert, betonte, dass auch „nur“ 3 % 
Rechtsextremisten viel zu viele seien, die absolute Zahl wäre ca. 2,5 
Millionen Personen und das sei sehr viel. Dieses massive Gewaltpotential
 dürfe nicht kleingeredet oder verharmlost werden. Auch die 
Einzeltäterthese sei fatal angesichts der bestehenden rechtsextremen 
Netzwerke. Die Journalistin Andrea Röbke schilderte aus ihren 
Erfahrungen mit Recherchen in der rechten Szene, dass die rechte Szene 
sich seit langem verfestigt und etabliert habe. Sie vermute eher einen 
Anstieg als eine Konstanz in der Zustimmung zu Rechtsextremismus in der 
Bevölkerung.&nbsp;&nbsp;Alle Beteiligten waren sich einig, dass die 
zivilgesellschaftlichen Initiativen und Gruppen die Unterstützung der 
Politik, des Staates benötigen, u.a. dadurch, dass ihre Finanzierung 
gewährleistet bleibt. Gemäß Marja-Liisa Völlers MdB, müssten Polizei, 
Justiz, Justizvollzug, Geheimdienste, denen bisweilen vorgeworfen wird, 
dass sie auf dem rechten Auge blind sind, auch nach innen für ein 
demokratisches Bewusstsein sorgen, z.B. durch Weiterbildung und 
entsprechende Sensibilisierung. Aus den Fragen der Gäste klang an, dass 
das Vertrauen in die Politik – und damit in die Demokratie auch deswegen
 so schlecht sei, weil schon seit Jahrzehnten die Kluft zwischen Arm und
 Reich größer werde, kein sozialer Ausgleich stattfindet und wenig 
Solidarität mit den „Abgehängten“ da sei. </p>



<p>In
 seinem Schlusswort gab Jürgen Uebel einen kurzen Rückblick auf die 
Entstehung des Bündnisses Bad Nenndorf ist bunt e.V. als Reaktion auf 
die Naziaufmärsche ab 2006 in Bad Nenndorf. Nur durch Beharrlichkeit und
 unzählige Informationsveranstaltungen des Bündnisses sowie der 
Intervention von Landespräventionsrat und Verfassungsschutz war es 2009 
gelungen, Teile von Politik und Bevölkerung in Bad Nenndorf zum Umdenken
 zu bewegen dergestalt, dass couragiert gehandelt und nicht weiter 
weggesehen wurde. Aus anfangs noch mit den Nazis geführten Gesprächen 
wurde klar, dass diese eine Abschaffung der Demokratie und den 
Zusammenbruch der Gesellschaft zum Ziel hatten. Es wurde eine Situation 
herbeigesehnt, in der sich das politische System möglichst selber 
zersetzt. Dann sollte mit gewaltsamen Mitteln die (rechts-) nationale 
Revolution durchgesetzt werden. Uebel wies darauf hin, dass schon eine 
Zersetzung des politischen Systems begonnen habe, was an den 
erschreckenden Wahlergebnissen in Thüringen zu sehen sei, wo eine 
normale Regierungsbildung fast nicht möglich sei und woraus die AfD 
ihren Nutzen ziehen würde. Es sei kein Zufall, dass ein Björn Höcke, der
 das Holocaust Denkmal in Berlin als Mahnmal der Schande bezeichnet und 
mittlerweile per Gerichtsbeschluss ungestraft als Faschist bezeichnet 
werden darf, ein Viertel der abgegebenen Stimmen erhalten habe. Jürgen 
Uebel rief dazu auf, sich im Kleinen wie im Großen für die Werte des 
Grundgesetzes einzusetzen. Es reiche nicht aus, sein Kreuz an der 
richtigen Stelle zu machen, sondern jeder Einzelne müsse sich Rassismus,
 Antisemitismus und Nationalismus entschlossen entgegenstellen.</p>



<p>Das
 Schlusswort und die Verabschiedung der Gäste sprach Alexander Bodenstab
 und lud zu einem nachfolgenden Gesprächsabend von Publikum und 
Podiumsgästen ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Für alle die nicht an der Veranstaltung Teilnehmen konnten hat Radio Flora einen Mitschnitt veröffentlicht:</strong></h2>



<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-text-color has-black-color has-background" href="http://radioflora.de/podcast/vorstellung-der-neuen-mitte-studie-der-friedrich-ebert-stiftung/" style="background-color:#cca32a">Zum Podcast von RadioFlora</a></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verlorende Mitte- Feindselige Zustände- Ist rechtes Denken normal?</title>
		<link>https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/verlorende-mitte-feindselige-zustaende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2019 10:07:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Röpke]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[FES]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Schröter]]></category>
		<category><![CDATA[Marja-Liisa Völlers]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextreme]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Winfried Wingert]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr als die Hälfte der Befragten stimmt menschenfeindlichen Aussagen gegenüber Langzeitarbeitslosen zu. Für 93% hingegen steht die Würde und Gleichheit aller Menschen an erster Stelle – so die aktuelle Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Wie kommen solche widersprüchlichen Ergebnisse zustande? Wieso wird eine demokratische Grundhaltung oftmals nicht auf die eigene Lebensrealität übertragen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator is-style-wide"/>



<figure class="wp-block-image is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://bad-nenndorf-ist-bunt.org/wp-content/uploads/2019/11/28.10.19-fes-verlorende-mitte-01.png" alt="" class="wp-image-294" width="531" height="531" srcset="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.19-fes-verlorende-mitte-01.png 794w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.19-fes-verlorende-mitte-01-150x150.png 150w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.19-fes-verlorende-mitte-01-300x300.png 300w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.19-fes-verlorende-mitte-01-768x769.png 768w" sizes="auto, (max-width: 531px) 100vw, 531px" /></figure>



<p>Mehr
 als die Hälfte der Befragten stimmt menschenfeindlichen Aussagen 
gegenüber Langzeitarbeitslosen zu. Für 93% hingegen steht die Würde und 
Gleichheit aller Menschen an erster Stelle – so die aktuelle 
Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Wie kommen solche 
widersprüchlichen Ergebnisse zustande? Wieso wird eine demokratische 
Grundhaltung oftmals nicht auf die eigene Lebensrealität übertragen?</p>



<p>Seit
 2006 untersucht die Friedrich-Ebert-Stiftung in ihren Mitte-Studien 
rechtsextreme Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft, bis 2012 in 
Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig, seit 2014 mit der 
Universität Bielefeld. Die aktuelle Studie zeichnet das Bild einer 
Gesellschaft in Unruhe und Spaltung. Wut und Hass stehen Solidarität und
 zivilgesellschaftlichem Engagement gegenüber.</p>



<p>Während klar 
rechtsextreme Einstellungen stabil auf niedrigem Niveau bleiben, 
verfestigen sich rechtspopulistische Einstellungen stetig und werden 
somit „normal“. Verschwörungstheorien stoßen ebenfalls auf Anklang.<br> 
Wir wollen mit Ihnen die Ergebnisse der Mitte-Studie einordnen: Wie kann
 es sein, dass menschenfeindliches Denken in der Mitte der Gesellschaft 
anschlussfähig geworden ist und sich „normalisiert“? Gibt es 
Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern? Und: Welche 
Schlüsse ziehen wir aus den Ergebnissen für den weiteren Umgang mit 
rechten Einstellungen?</p>



<p>Impulsgeber_innen und Diskutant_innen</p>



<p>Franziska Schröter, Projekt gegen Rechtsextremismus der Friedrich-Ebert-Stiftung und Herausgeberin der Mitte-Studie</p>



<p>Andrea Röpke, Journalistin und Autorin zum Thema Rechtsextremismus</p>



<p>Marja-Liisa Völlers MdB</p>



<p>Winfried Wingert, Vorsitzender Bad Nenndorf ist bunt e.V.</p>



<p>Moderation: Rosa Legatis, Hannover</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Für alle die nicht an der Veranstaltung Teilnehmen konnten hat Radio Flora einen Mitschnitt veröffentlicht:</strong></h2>



<div class="wp-block-button is-style-default"><a class="wp-block-button__link has-background" href="http://radioflora.de/podcast/vorstellung-der-neuen-mitte-studie-der-friedrich-ebert-stiftung/" style="background-color:#9b00a3">zum Podcast von Radio Flora</a></div>



<ul class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="621" src="http://bad-nenndorf-ist-bunt.org/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-01-1024x621.jpg" alt="" data-id="287" data-link="http://bad-nenndorf-ist-bunt.org/?attachment_id=287" class="wp-image-287" srcset="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-01-1024x621.jpg 1024w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-01-300x182.jpg 300w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-01-768x466.jpg 768w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-01.jpg 1835w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="887" height="960" src="http://bad-nenndorf-ist-bunt.org/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-02.jpg" alt="" data-id="288" data-link="http://bad-nenndorf-ist-bunt.org/?attachment_id=288" class="wp-image-288" srcset="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-02.jpg 887w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-02-277x300.jpg 277w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-02-768x831.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 887px) 100vw, 887px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="717" height="960" src="http://bad-nenndorf-ist-bunt.org/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-03.jpg" alt="" data-id="289" data-link="http://bad-nenndorf-ist-bunt.org/?attachment_id=289" class="wp-image-289" srcset="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-03.jpg 717w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-03-224x300.jpg 224w" sizes="auto, (max-width: 717px) 100vw, 717px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="649" height="960" src="http://bad-nenndorf-ist-bunt.org/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-04.jpg" alt="" data-id="290" data-link="http://bad-nenndorf-ist-bunt.org/?attachment_id=290" class="wp-image-290" srcset="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-04.jpg 649w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-04-203x300.jpg 203w" sizes="auto, (max-width: 649px) 100vw, 649px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="861" height="960" src="http://bad-nenndorf-ist-bunt.org/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-05.jpg" alt="" data-id="291" data-link="http://bad-nenndorf-ist-bunt.org/?attachment_id=291" class="wp-image-291" srcset="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-05.jpg 861w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-05-269x300.jpg 269w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/11/28.10.2019-fes-nenndorf-05-768x856.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 861px) 100vw, 861px" /></figure></li></ul>



<p><em>Pressebericht von Thomas Berger, BNib, zur 
Vorstellung der neuen „Mitte – Studie“&nbsp;&nbsp;2018 / 2019 der 
Friedrich-Ebert-Stiftung am 28.10.2019 um 18:30 in Bad Nenndorf, Haus 
Kassel</em></p>



<p><strong>Verlorene Mitte, feindselige Zustände – Ist rechtes Denken normal?</strong></p>



<p><br>Unter
 diesem Titel fand am Montag, 28.10.2019 ab 18:30 die Vorstellung der 
neuen sogenannten Mitte – Studie der Friedrich–Ebert–Stiftung mit 
anschließender Podiumsdiskussion im Haus Kassel in Bad Nenndorf 
statt.&nbsp;&nbsp;Seit 2006 untersucht die Friedrich-Ebert-Stiftung in ihren 
Mitte-Studien rechtsextreme Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft.
 </p>



<p>In Vertretung für den vor kurzem 
verstorbenen Initiator dieser Veranstaltung des Bündnisses Bad Nenndorf 
ist bunt e.V., Dr. Udo Husmann, übernahm Vorstandsmitglied Claudia 
Dargel die Begrüßung der ca. 100 Gäste im komplett gefüllten 
Vortragssaal des Haus Kassel.&nbsp;&nbsp;Eine im Anschluss folgende kurze 
Einführung in die Veranstaltung gab der Referent im Landesbüro 
Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung, Herr Alexander Bodenstab.</p>



<p>In
 einer anschaulichen und prägnanten Zusammenfassung präsentierte die 
Herausgeberin der Studie, Franziska Schröter vom Projekt gegen 
Rechtsextremismus der Friedrich-Ebert-Stiftung, die neue Mitte–Studie, 
welche mittlerweile 332 Seiten umfasst.&nbsp;&nbsp;Eindeutig und offen 
rechtsextreme Einstellungen werden in der Studie vom Großteil der 
Bevölkerung abgelehnt. Etwa 2 bis 3 % der Befragten äußern sich klar 
rechtsextrem – im Osten nicht mehr als im Westen. Besonders weit 
verbreitet ist die Zustimmung zum Nationalchauvinismus, aber auch 
Sozialdarwinismus ist häufig: Fast jeder Zehnte stimmt inzwischen der 
Aussage „Es gibt wertvolles und unwertes Leben.&#8220; zu. Die Hälfte der 
Befragten neigt zur Abwertung von Asylsuchenden, obgleich die Zahl der 
Asylsuchenden rückläufig ist. Deutlich weiter verbreitet als 
rechtsextreme sind rechtspopulistische Einstellungen. 
Rechtspopulistische Einstellungen haben sich verfestigt und sind in der 
Mitte der Gesellschaft normaler geworden. Neu erfasst hat die Studie die
 Zustimmung oder Ablehnung von Verschwörungstheorien. Diese finden 
teilweise hohen Zuspruch. So meint fast die Hälfte der Befragten, es 
gäbe geheime Organisationen, die Einfluss auf politische Entscheidungen 
haben. Personen, die solchen Verschwörungsmythen glauben, sind zugleich 
misstrauischer gegenüber dem politischen System und sie zeigen eine 
höhere Gewaltbereitschaft und stärkere Abwertungen gegenüber anderen 
Menschen.</p>



<p>Die Ergebnisse und 
Fragestellungen der vorgestellten Studie wurden in der nachfolgenden 
Podiumsdiskussion ausführlich diskutiert. Als Podiumsgäste waren neben 
Franziska Schröter die Journalistin&nbsp;&nbsp;Andrea Röpke, Marja-Liisa Völlers 
MdB und der Vorsitzende von Bad Nenndorf ist bunt e.V., Winfried Wingert
 geladen. Durch die Diskussion führte als Moderatorin Rosa Legatis, 
Hannover.</p>



<p>Der Vorsitzende von Bad 
Nenndorf ist bunt e.V., Winfried Wingert, betonte, dass auch &#8222;nur&#8220; 3 % 
Rechtsextremisten viel zu viele seien, die absolute Zahl wäre ca. 2,5 
Millionen Personen und das sei sehr viel. Dieses massive Gewaltpotential
 dürfe nicht kleingeredet oder verharmlost werden. Auch die 
Einzeltäterthese sei fatal angesichts der bestehenden rechtsextremen 
Netzwerke. Die Journalistin Andrea Röbke schilderte aus ihren 
Erfahrungen mit Recherchen in der rechten Szene, dass die rechte Szene 
sich seit langem verfestigt und etabliert habe. Sie vermute eher einen 
Anstieg als eine Konstanz in der Zustimmung zu Rechtsextremismus in der 
Bevölkerung.&nbsp;&nbsp;Alle Beteiligten waren sich einig, dass die 
zivilgesellschaftlichen Initiativen und Gruppen die Unterstützung der 
Politik, des Staates benötigen, u.a. dadurch, dass ihre Finanzierung 
gewährleistet bleibt. Gemäß Marja-Liisa Völlers MdB, müssten Polizei, 
Justiz, Justizvollzug, Geheimdienste, denen bisweilen vorgeworfen wird, 
dass sie auf dem rechten Auge blind sind, auch nach innen für ein 
demokratisches Bewusstsein sorgen, z.B. durch Weiterbildung und 
entsprechende Sensibilisierung. Aus den Fragen der Gäste klang an, dass 
das Vertrauen in die Politik &#8211; und damit in die Demokratie auch deswegen
 so schlecht sei, weil schon seit Jahrzehnten die Kluft zwischen Arm und
 Reich größer werde, kein sozialer Ausgleich stattfindet und wenig 
Solidarität mit den &#8222;Abgehängten&#8220; da sei. </p>



<p>In
 seinem Schlusswort gab Jürgen Uebel einen kurzen Rückblick auf die 
Entstehung des Bündnisses Bad Nenndorf ist bunt e.V. als Reaktion auf 
die Naziaufmärsche ab 2006 in Bad Nenndorf. Nur durch Beharrlichkeit und
 unzählige Informationsveranstaltungen des Bündnisses sowie der 
Intervention von Landespräventionsrat und Verfassungsschutz war es 2009 
gelungen, Teile von Politik und Bevölkerung in Bad Nenndorf zum Umdenken
 zu bewegen dergestalt, dass couragiert gehandelt und nicht weiter 
weggesehen wurde. Aus anfangs noch mit den Nazis geführten Gesprächen 
wurde klar, dass diese eine Abschaffung der Demokratie und den 
Zusammenbruch der Gesellschaft zum Ziel hatten. Es wurde eine Situation 
herbeigesehnt, in der sich das politische System möglichst selber 
zersetzt. Dann sollte mit gewaltsamen Mitteln die (rechts-) nationale 
Revolution durchgesetzt werden. Uebel wies darauf hin, dass schon eine 
Zersetzung des politischen Systems begonnen habe, was an den 
erschreckenden Wahlergebnissen in Thüringen zu sehen sei, wo eine 
normale Regierungsbildung fast nicht möglich sei und woraus die AfD 
ihren Nutzen ziehen würde. Es sei kein Zufall, dass ein Björn Höcke, der
 das Holocaust Denkmal in Berlin als Mahnmal der Schande bezeichnet und 
mittlerweile per Gerichtsbeschluss ungestraft als Faschist bezeichnet 
werden darf, ein Viertel der abgegebenen Stimmen erhalten habe. Jürgen 
Uebel rief dazu auf, sich im Kleinen wie im Großen für die Werte des 
Grundgesetzes einzusetzen. Es reiche nicht aus, sein Kreuz an der 
richtigen Stelle zu machen, sondern jeder Einzelne müsse sich Rassismus,
 Antisemitismus und Nationalismus entschlossen entgegenstellen.</p>



<p>Das
 Schlusswort und die Verabschiedung der Gäste sprach Alexander Bodenstab
 und lud zu einem nachfolgenden Gesprächsabend von Publikum und 
Podiumsgästen ein.</p>
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