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	<title>Parteitag &#8211; Bad Nenndorf ist Bunt</title>
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		<title>NPD in schwerer See</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2019 10:45:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Röpke]]></category>
		<category><![CDATA[NPD]]></category>
		<category><![CDATA[Parteitag]]></category>
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					<description><![CDATA[04.12.2019 &#8211; von Andrea Röpke Viel Heimlichtuerei und wenig Harmonie prägte scheinbar den Bundesparteitag der NPD.&#160; Mit professionellen Mitteln wurde eine Gruppe von Hardlinern zum Schweigen gebracht. Die wollen weder Parteinamen noch Partei-Zeitung abschaffen und sorgen sich um den Verbleib von Erbschaften. NPD-Parteitag: „Abschaffung“ für den „Neustart“? Photo (Symbol): Otto]]></description>
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<p> 04.12.2019 &#8211; von Andrea Röpke</p>



<p>Viel Heimlichtuerei und 
wenig Harmonie prägte scheinbar den Bundesparteitag der NPD.&nbsp; Mit 
professionellen Mitteln wurde eine Gruppe von Hardlinern zum Schweigen 
gebracht. Die wollen weder Parteinamen noch Partei-Zeitung abschaffen 
und sorgen sich um den Verbleib von Erbschaften.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="250" height="170" src="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2019/12/npd-flagge.jpg" alt="" class="wp-image-1046"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-normal-font-size"> NPD-Parteitag: „Abschaffung“ für den „Neustart“? Photo (Symbol): Otto Belina     </p>
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<p>„Wir
 setzen uns durch!“ lautete die Botschaft des wenig beachteten, 
diesjährigen Bundesparteitages der NPD im sächsischen Riesa. Die Frage 
ist: Gegen wen? Denn die Worte des NPD-Bundesvorsitzenden Frank Franz in
 seiner knappen, aufgezeichneten Eingangsrede am letzten Wochenende 
klangen wie eine Warnung. Der Saarländer erinnerte an den 55. Geburtstag
 der 1964 gegründeten rechtsextremen Partei und betonte: „Schwere Zeiten
 liegen vor uns!“ Damit meinte er nicht nur die Konkurrenz durch die 
„Alternative für Deutschland“ (AfD), sondern vor allem die eigenen 
Kameraden. „Wir haben weder Zeit noch haben wir das Menschenmaterial, 
auch nur auf einen Mitstreiter zu verzichten“, beschwörte er die 
Delegierten des Parteitags. Denn in Riesa ging es diesmal um nicht 
weniger als die geplante „Abschaffung“ der NPD. Öffentlich wurde bisher 
nur, dass ein Entschließungsantrag des Parteivorstandes um einen 
„Neustart“ sowie ein „Konzept für die Zukunft“ von 80 der 120 
Delegierten angenommen worden war. Die Debatte verlief nicht ruhig, 
darauf deuten wenige Tage später, am 2. Dezember veröffentlichte 
Postings hin.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Parteitag der NPD-Abschaffer?“</h2>



<p>Der Landesvorsitzende der NPD in Hamburg, Lennart Schwarzbach, ließ 
seinem Unmut bei Facebook freien Lauf und fragte: „Bundesparteitag der 
NPD-Abschaffer?“ Obwohl noch viele Gegner einer „Abwicklung der Partei“ 
auf der Rednerliste gestanden hätten, sei plötzlich „mitten in 
Diskussion“ abgestimmt worden. „Viele Delegierte regten sich darüber 
auf, dass sie zu dem „Leitantrag“ des Parteivorstandes nicht einmal 
reden durften, während der Parteivorstand öffentlich und privat 
wochenlang vor dem Parteitag die Mitglieder mit ihrem weniger 
durchdachten Antrag belästigte.“ Auf Schwarzbachs Ausbruch in den 
sozialen Netzwerken reagieren andere Parteianführer,&nbsp; die Gemüter 
erhitzen sich.</p>



<p>Der Thüringer Patrick Weber betont, der neu gewählte Parteivorstand 
werde „beauftragt, ein Konzept für die Zukunft der NPD zu erarbeiten. In
 diesem Konzept soll auch eine Umbenennung geprüft werden.“ Der 
Beschlussvorschlag solle dann bis zum 31. März 2020 vorliegen. 
Schwarzbach kritisiert: Hätten die „Abschaffungs“-Gegner – zu denen er 
Udo Voigt, Thorsten Heise und einige weitere aufzählt – Zeit für die 
Darlegung ihrer Argumente gehabt, sei das Ergebnis anders ausgefallen. 
Frank Franz kontert, ein Delegierter habe Antrag auf Ende der Debatte 
gestellt und der wurde mehrheitlich angenommen. „Dafür kann ich doch 
nichts“, schreibt der wiedergewählte Bundesvorsitzende. Es klingt 
zornig, wenn er den Kritiker belehrt: „Du raffst das nicht. Bei einer 
Umbenennung passiert mit dem Vermögen gar nichts. Das bleibt wo es ist. 
Die Partei ist dieselbe, nur mit anderem Namen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Kein frisches Blut“ für die Partei erwartet</h2>



<p>Tatsächlich hatte der Hamburger Landeschef auf den Verbleib von 
„Erbschaften aus Niedersachsen“, der Parteizentrale und monatliche 
Mitgliedsbeiträge angespielt. Ebenso scheint das Ende der Parteizeitung 
„Deutsche Stimme“ eingeleitet worden zu sein. Patrick Weber pariert, die
 Partei wolle nur nicht länger „die Kosten für eine Zeitung“ übernehmen.
 Aus Rheinland-Pfalz kam der Einwand, das neue Konzept solle nur von 
„einseitig gepolten Mitgliedern“ erarbeitet werden. Baldur Landogart 
alias Tobias Schulz war einer der wenigen, die nicht erneut für den 
Parteivorstand kandidiert hatten. Der Herausgeber der neuen Zeitung 
„Werk Kodex“ äußerte sich bei Facebook mit völkischer Rhetorik, so 
erwarte er „kein frisches Blut“ für die Partei.</p>



<p>Der schriftliche Disput unter den NPDlern fand ein Ende, als es um 
einen Vorgang auf dem Parteitag ging, der anscheinend nicht an die 
Öffentlichkeit gelangen soll. Eine Aktivistin aus Baden-Württemberg 
kritisierte Schwarzbachs Äußerungen in Riesa gegen Udo Pastörs, die 
seien „respektlos und unverschämt“ gewesen. Der verteidigte sich, es sei
 nicht um die Person Pastörs gegangen, sondern um das Verhalten seiner 
„Mitreisenden“. Schwarzbachs letzter Satz bleibt nebulös: Demnach sei es
 nicht „legitim“ gewesen, was die sich „da geleistet haben, überhaupt 
nicht.“</p>



<p>Quelle: <a href="https://www.bnr.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="bnr.de Blick nach Rechts (öffnet in neuem Tab)">bnr.de Blick nach Rechts</a> vom 04.12.2019</p>
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