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	<title>Reichsbürger &#8211; Bad Nenndorf ist Bunt</title>
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	<description>Bündnis gegen Rechtsextremismus e.V.</description>
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	<title>Reichsbürger &#8211; Bad Nenndorf ist Bunt</title>
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		<title>Totschlag in Celle: Aus Hass erstochen?</title>
		<link>https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/totschlag-in-celle-aus-hass-erstochen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2020 12:32:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Presse 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Reichsbürger]]></category>
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					<description><![CDATA[Totschlag in Celle: Aus Hass erstochen? 9. April 2020 um 18:30 Uhr &#160; In Niedersachsen soll ein Deutscher einen 15-jährigen Flüchtling erstochen haben. Der Verdächtige pflegt eine Nähe zu rechtsextremen Verschwörungstheorien. Die Polizei vermutet dennoch kein politisches Motiv. Von Henrik Merker Am späten Dienstagabend wurde der 15-jährige Flüchtling Arkan Hussein]]></description>
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<h1 class="wp-block-heading">Totschlag in Celle: Aus Hass erstochen?</h1>



<p>9. April 2020 um 18:30 Uhr &nbsp;</p>



<p><strong>In Niedersachsen soll ein Deutscher einen 15-jährigen Flüchtling erstochen haben. Der Verdächtige pflegt eine Nähe zu rechtsextremen Verschwörungstheorien. Die Polizei vermutet dennoch kein politisches Motiv.</strong></p>



<p><em>Von Henrik Merker</em></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/files/2020/04/131565006.jpg" alt="" class="wp-image-29707"/><figcaption>Der Tatort: eine Bushaltestelle am Bahnhof in Celle © dpa/Ole Spata</figcaption></figure>



<p>Am späten Dienstagabend wurde der 15-jährige Flüchtling Arkan Hussein Kh. im niedersächsischen Celle erstochen. Zeugen hielten den mutmaßlichen Täter Daniel S. fest, bis die Polizei kam. Das Opfer ist ein irakischer Jeside, der 29-jährige Festgenommene ein Deutscher. Dennoch <a href="https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59457/4567963" target="_blank" rel="noreferrer noopener">teilt die Polizei mit</a>, die Ermittlungen hätten „in keiner Hinsicht Anhaltspunkte für eine ausländerfeindliche oder politisch motivierte Tat“ geliefert. Kh. soll demnach nur kurz mit seinem Fahrrad an einer Bushaltestelle am Bahnhof gestanden haben, als er von dem wegen Drogenbesitz vorbestraften Pflegehelfer anlasslos angegriffen wurde.</p>



<p>Doch ob der Flüchtling ein Zufallsopfer war, daran sind zumindest Zweifel erlaubt. ZEIT ONLINE stieß bei Recherchen zu Daniel S. auf drei Social-Media-Konten, die eine Nähe zu rechtsextremen Verschwörungsideologien belegen. Die Polizei bestätigte, dass es sich beim Inhaber der Accounts um den Verdächtigen handelt. Mehrere Neonazis und Rechtsradikale befinden sich unter den Onlinefreunden von Daniel S. Nicht alle seine Onlinebekanntschaften scheinen indes politisch begründet. Auch Kurden und Türken sind darunter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Antisemitismus und QAnon-Ideologie</h2>



<p>Auf Facebook folgt S. Seiten mit Titeln wie „Die Verschwörungstheorie“ und „Von wegen Verschwörungstheorie“. Sie verbreiten Inhalte der seit 2017 im Internet kursierenden QAnon-Ideologie, <a href="https://www.zeit.de/kultur/2020-03/rechtsradikale-onlinenetzwerke-hanau-afd-ukip/">auf die sich bereits der Attentäter von Hanau bezog</a>. Die Seitenbetreiber behaupten, die deutsche Geschichte sei gefälscht, sie zitieren die antisemitischen <em>Protokolle der Weisen von Zion</em> und stellen den Holocaust infrage. Auch der antisemitische <a href="https://www.zeit.de/thema/halle-an-der-saale">Attentäter von Halle</a> bekannte sich in dem Video, das seine Tat zeigt, als „Anon“.</p>



<p>Neben judenfeindlichen Mythen verbreiten die Seiten auch Reichsbürger-Statements, nach denen die Bundesrepublik eine GmbH sei und das Deutsche Reich weiter existiere. Auch eine Seite der Flacherde-Verschwörungstheorie ist darunter. Deren Anhänger glauben, die Erde sei eine Scheibe. Inhaltlich steht die Seite der Reichsbürger-Bewegung nahe und bezweifelt ebenfalls die Existenz der Bundesrepublik.</p>



<p>Und auch von S. gelikte Seiten, die vermeintlich schwarzen Humor verbreiten sollen, sind antisemitisch motiviert. Eine davon teilt ein Bild, in dem der Rückgang der jüdischen Bevölkerungszahl durch den Holocaust als Witz verwendet wird, garniert mit einem Hakenkreuz.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/files/2020/04/Screenshot_2020-04-09-Umstrittener-Humor-Mein-Humor-ist-so-Schwarz-er-könnte-mir-schöne-Schuhe-nähen-Facebook02.png" alt="" class="wp-image-29708"/><figcaption>Ein antisemitisches Meme auf einer der geliketen Seiten des Tatverdächtigen © Screenshot Störungsmelder</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Im Internet radikalisiert?</h2>



<p>Wie schnell Internetnutzer mit rechtsextremen Ideologien konfrontiert werden, zeigen andere Seiten, die Daniel S. gefallen. Sie tragen weit weniger offensichtliche Namen, nennen sich“ lustige Bilder“ oder „Lachen ist die beste Medizin“. Unter dem Deckmantel bemüht spaßiger Memes streuen die Betreiber offenbar gezielt politische Inhalte, die sich gegen die Bundesrepublik und gegen vermeintliche Ausländer richten. Nach den Seiten gefragt, teilt die Pressestelle der Polizei Celle mit, diese seien den Ermittlern bislang nicht aufgefallen.</p>



<p>Auch den regierungsnahen russischen Sender RT Deutsch hat Daniel S. abonniert. RT Deutsch fiel zuletzt mit fragwürdigen Meldungen über das Coronavirus auf. Auch Protagonisten der QAnon-Ideologie kommen im Programm zu Wort. Das Bundesinnenministerium geht wegen der Falschmeldungen <a href="https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/rt-deutsch-deutsche-behoerden-haben-russischen-sender-wegen-corona-desinformation-im-blick/25681152.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sogar von einer möglichen Gefahr für die öffentliche Sicherheit aus</a>.</p>



<p>Bereits bei früheren rechtsextremen Taten stieß man bei den Tätern auf Mischideologien, die sich aus Falschmeldungen, Rassismus, Antisemitismus und wahnhaftem Verschwörungsdenken speisten. Die Täter lebten meist zurückgezogen, waren internetaffin und bewegten sich dort in in einem Umfeld radikaler Ansichten. Selbst das persönliche Umfeld nahm davon meist offenbar keine Notiz. Ob solche Ideologien bei der Tat in Celle eine Rolle spielten, ist derzeit unklar – aber nicht ausgeschlossen.</p>



<p>Quelle: <a href="https://blog.zeit.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://blog.zeit.de</a>   <em>Mitarbeit: Michael Trammer</em></p>
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		<title>Festgenommener Rechter organisierte &#8222;Trauermarsch&#8220;</title>
		<link>https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/festgenommener-rechter-organisierte-trauermarsch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Feb 2020 09:49:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Presse 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinenbremen]]></category>
		<category><![CDATA[Reichsbürger]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorzelle]]></category>
		<category><![CDATA[Trauermarsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Winfried Wingert]]></category>
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					<description><![CDATA[19.02.2020 von Stefan Koch und Verena Gehring. Spuren des 34- Jährigen führen nach Rinteln und Bad Nenndorf/ Männer in U-Haft]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator is-style-wide"/>



<p>19.02.2020 von Stefan Koch und Verena Gehring.  Spuren des 34- Jährigen führen nach Rinteln und Bad Nenndorf/ Männer in U-Haft</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="784" height="701" src="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/02/19.02.2020-terrorzelle-minden.jpg" alt="" class="wp-image-1225" srcset="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/02/19.02.2020-terrorzelle-minden.jpg 784w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/02/19.02.2020-terrorzelle-minden-300x268.jpg 300w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/02/19.02.2020-terrorzelle-minden-768x687.jpg 768w" sizes="(max-width: 784px) 100vw, 784px" /></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Gefährlicher Waffen-affiner Rechtsextremismus</title>
		<link>https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/gefaehrlicher-waffen-affiner-rechtsextremismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Feb 2020 09:37:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Anders Breivik]]></category>
		<category><![CDATA[c 18]]></category>
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		<category><![CDATA[Reichsbürger]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution Chemnitz]]></category>
		<category><![CDATA[waffen]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Anton Maegerle 30.01.2020 &#8211; Bei rechtsextremen Gewalttaten und Razzien in der Szene werden durch die Polizei immer wieder zahlreiche Waffen sichergestellt. Bnr.de dokumentiert ausgewählte Fälle aus dem zweiten Halbjahr 2019 sowie einschlägige Gerichtsurteile. 2019 wurde besonders deutlich, dass von Rechtsextremisten reale und akute Gefahren ausgehen. In der Nacht zum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator is-style-wide"/>



<p>Von Anton Maegerle        30.01.2020 &#8211; </p>



<p>Bei rechtsextremen 
Gewalttaten und Razzien in der Szene werden durch die Polizei immer 
wieder zahlreiche Waffen sichergestellt. Bnr.de dokumentiert ausgewählte
 Fälle aus dem zweiten Halbjahr 2019 sowie einschlägige Gerichtsurteile.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="250" height="170" src="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/02/30.01.2020-bnr.jpg" alt="Waffenfunde in der rechten Szene sind besorgniserregend; Photo (Symbol): Frank Witscherkowsky / pixelio.de" class="wp-image-1162"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-normal-font-size"> 2019 wurde besonders deutlich, dass von Rechtsextremisten reale und  akute Gefahren ausgehen. In der Nacht zum 2. Juni wurde Kassels  Regierungspräsident Walter Lübcke auf der Terrasse seines Hauses per  Kopfschuss ermordet. Am 9. Oktober erschoss ein militanter Antisemit in  Halle an der Saale einen Mann und eine Frau. Das geplante Blutbad des  hoch gerüsteten Täters in der Haller Synagoge scheiterte an der  Eingangstür.</p>
</div></div>



<p>Der gewaltorientierte Rechtsextremismus weist fließende Übergänge in 
den Rechtsterrorismus auf. Bezeichnend dafür stehen Gruppierungen wie 
„Oldschool Society“, „Gruppe Freital“, und „Revolution&nbsp; Chemnitz“. Die 
Affinität von Rechtsextremisten zu Waffen wird selbst in den 
Verfassungsschutzberichten des Bundes und der Länder seit Jahren 
gebetsmühlenartig wiederholt.</p>



<p>Bnr.de dokumentiert nachstehend ausgewählte Fälle von Waffenfunden in
 rechtsextremen Zusammenhängen sowie entsprechende Gerichtsurteile im 
zweiten Halbjahr 2019.</p>



<p>Das Landgericht Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern hat Marko G., 
einen früheren Scharfschützen beim Spezialeinsatzkommando (SEK) 
Mecklenburg-Vorpommern, kurz vor Weihnachten zu einem Jahr und neun 
Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Bei dem Fall ging es unter 
anderem um den illegalen Besitz einer Uzi-Maschinenpistole und 1500 
Schuss Kriegswaffen-Munition sowie um die unsachgemäße Lagerung weiterer
 Waffen, Munition und Sprengmittel. Es ging aber auch um die 
Prepper-Gang „Nordkreuz“, in der Marko G. eine führende Rolle innehatte.
 In Chats unter einzelnen Prepper-Mitgliedern wurde rechtsextremes 
Gedankengut ausgetauscht. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die 
Staatsanwaltschaft hat Revision eingelegt. (<a href="http://www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/Prepper-Szene-Revision-in-Nordkreuz-Prozess-um-illegalen-Waffenbesitz-id26904867.html">www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/Prepper-Szene-Revision-in-N&#8230;</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Arsenal von Waffen und Munition beschlagnahmt</h2>



<p>Bei Durchsuchungen in der rechtsextremen Szene in Hessen am 18. 
Dezember stellte die Polizei Waffen und Drogen sicher.&nbsp; Wie das 
hessische Innenministerium mitteilte, wurden zwölf Wohnungen und Objekte
 durchsucht. Dabei sei ein Haftbefehl vollstreckt worden, sagte 
Innenminister Peter Beuth (CDU) in Wiesbaden. Die Durchsuchungen gab es 
dem Ministerium zufolge in den Bereichen der Polizeipräsidien Mittel-, 
Ost-, Nord- und Südhessen. Die Beamten entdeckten unter anderem 
Schießpulver, Pyrotechnik, Schwefelsäure und rechtsextreme 
Devotionalien. (<a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/hessen-razzia-in-rechter-szene-ermittler-finden-waffen-und-drogen-a-1301871.html#ref=rss">www.spiegel.de/panorama/justiz/hessen-razzia-in-rechter-szene-ermittler-&#8230;</a>)</p>



<p>Ein 54-Jähriger aus dem hessischen Wächtersbach, der Kontakte zur 
„Reichsbürger“-Szene hatte und früher Mitglied eines Schützenvereins 
war, ist im November vom Schöffengericht Gelnhausen wegen unerlaubten 
Besitzes von Waffen und Sprengstoff zu einer Freiheitsstrafe von 15 
Monaten zur Bewährung verurteilt worden. In der Wohnung fanden sich ein 
Hitler-Bild und Hakenkreuz-Kerzen.&nbsp; Als ein Sondereinsatzkommando am 8. 
Januar 2018 auf dem Anwesen des Handwerkers anrückte, wurde ein ganzes 
Arsenal von Waffen und Munition beschlagnahmt. Insgesamt 13 Pistolen, 
Gewehre und Revolver besaß der Mann illegal. Hinzu kamen über 10.000 
Schuss Munition diverser Kaliber, ein Fallmesser sowie zwei 
Schalldämpfer – und rund ein Kilogramm Schwarzpulver. (<a href="http://www.fuldaerzeitung.de/regional/kinzigtal/schusswaffen-und-sprengstoff-gehortet-54-jahriger-zu-bewahrungsstrafe-verurteilt-JD9342784">www.fuldaerzeitung.de/regional/kinzigtal/schusswaffen-und-sprengstoff-ge&#8230;</a>)</p>



<p>Am 16. November feuerten vier Männer im Alter zwischen 29 und 52 
Jahren von einem Balkon aus im niedersächsischen Schöningen 
Leuchtmunition auf eine Gruppe Flüchtlinge ab. Unter den Opfern der 
Attacke befand sich nach Polizeiangaben auch ein fünf Monate altes Baby.
 Zwei Passanten, die den Angegriffenen zur Hilfe eilten, gerieten 
ebenfalls unter Beschuss. Die Polizei fasste die vier Verdächtigen noch 
im Laufe der Nacht und stellte eine Pistole sowie Leuchtmunition sicher.
 (<a href="http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Attacke-auf-Fluechtlinge-Schoeningen-setzt-Zeichen,schoeningen144.html">www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Attack&#8230;</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Im Internet mit Schusswaffen posiert</h2>



<p>Ein Mann aus dem brandenburgischen Schwedt, der der 
„Reichsbürger“-Bewegung um das so genannte „Amt für Menschenrechte“ 
nahesteht, wurde in Abwesenheit am 12. November vom Amtsgericht Schwedt 
zu einer Geldstrafe in Höhe von 7200 Euro wegen illegalen Waffenbesitzes
 verurteilt. Die Polizei stellte seine halbautomatische Ceska-Pistole 
sowie zwei Munitionssätze je 22 und 25 Patronen sicher. Darüber hinaus 
fanden die Beamten 22 pyrotechnische Erzeugnisse polnischer Herkunft, 
wie Amtsgericht-Sprecher Jan Wilke mitteilte. Ursprünglich verfügte der 
57-Jährige über eine Waffenbesitzkarte, die allerdings von der 
zuständigen Waffenbehörde Polizeidirektion Ost widerrufen wurde.&nbsp; (<a href="http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1769050/">www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1769050/</a>)</p>



<p>Am 9. November löste ein 35-jähriger „Reichsbürger“ im sächsischen 
Sebnitz einen Polizeieinsatz aus. Zuvor hatte er im Internet mit 
Schusswaffen posiert. Zeugen riefen daraufhin die Polizei. Die Beamten 
fanden in seiner und der Wohnung der Lebensgefährtin unter anderem einen
 Elektroschocker, Schreckschusswaffen mit Munition, einen Morgenstern, 
diverse Macheten und Messer. (<a href="http://www.dnn.de/Region/Polizeiticker/Reichsbuerger-loest-Polizeieinsatz-in-Sebnitz-aus">www.dnn.de/Region/Polizeiticker/Reichsbuerger-loest-Polizeieinsatz-in-Se&#8230;</a>)</p>



<p>Am Abend des 4. November soll ein „Reichsbürger“ in Hannover auf 
offener Straße zwei Jugendliche mit einem Gewehr bedroht haben. 
Spezialkräfte der Polizei nahmen den 44-Jährigen in der Nacht in seinem 
nahen Wohnhaus fest. Dabei fanden sie neben einem Gewehr auch ein 
Schwert sowie etwas Marihuana. Gegen den Mann wird nun wegen des 
Verdachts der Bedrohung sowie wegen möglicher Waffen- und Drogendelikte 
ermittelt. (<a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/hannover-reichsbuerger-soll-jugendliche-auf-strasse-mit-gewehr-bedroht-haben-a-1295044.html">www.spiegel.de/panorama/justiz/hannover-reichsbuerger-soll-jugendliche-a&#8230;</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Blutbad in Halle gescheitert</h2>



<p>Im vergangenen November stellte die Polizei in einer Privatwohnung in
 Magdeburg Kriegswaffen aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, darunter 
eine sowjetische Luftrakete, Panzerfäuste und Minen, sicher. Der 
33-jährige Mann steht unter Rechtsextremismusverdacht. Der Beschuldigte 
arbeitete bei der Kampfmittelbeseitigung.&nbsp; (<a href="http://www.mz-web.de/magdeburg/kriegswaffenfund-in-privatwohnung-waffennarr-aus-magdeburg-soll-rechtsextrem-sein-33579754;">www.mz-web.de/magdeburg/kriegswaffenfund-in-privatwohnung-waffennarr-aus&#8230;</a> <a href="http://www.mz-web.de/magdeburg/kriegswaffen-bei-mutmasslichem-rechtsextremen-mann-arbeitete-bei-kampfmittelbeseitigung-33579754">www.mz-web.de/magdeburg/kriegswaffen-bei-mutmasslichem-rechtsextremen-ma&#8230;</a>)</p>



<p>Der 27-jährige Antisemit Stephan Balliet erschoss am 9. Oktober in 
Halle zwei Menschen. Sein geplantes Blutbad in der Haller Synagoge an 
Jom Kippur, dem wichtigsten jüdischen Fest, scheiterte. Der Täter war im
 Besitz von vier Kilogramm Sprengstoff in zahlreichen 
Sprengvorrichtungen, zwei improvisierten Schrotflinten, einer 
Einzelschusspistole, einer halbautomatischen Schusswaffe mit 
Kunststoffteilen aus dem 3D-Drucker und einer Maschinenpistole vom Typ 
„Luty“ 9 mm. Bereits 2015 soll sich Balliet im Internet erstmals eine 
Schusswaffe besorgt haben. Vor seiner Terrortat hatte&nbsp; Balliet selbst 
detaillierte Anleitungen zum Bau von Waffen im Internet verbreitet, 
darunter 3D-Modelle für Magazine und Einzelteile von Waffen.&nbsp; Mit 
entsprechender Technik lassen sich die Bauteile damit ausdrucken. Der 
Bau von Waffen – auch mithilfe eines 3D-Druckers – ist in Deutschland 
ohne ausdrückliche Erlaubnis verboten. Balliet veröffentlichte zudem 
eine englischsprachige Anleitung zur Herstellung von Munition für eine 
selbstgebaute Schrotflinte. Auf einem Foto ist zu sehen, dass auf eine 
der Patronen ein Hakenkreuz aufgemalt wurde. Zeitstempel der Bilddateien
 legen nahe, dass Balliet spätestens im Juni 2019 mit den Vorbereitungen
 für einen Anschlag begann. (<a href="http://www.zdf.de/politik/frontal-21/halle-attentaeter-nutzte-3d-drucker-fuer-waffenproduktion-102.html;">www.zdf.de/politik/frontal-21/halle-attentaeter-nutzte-3d-drucker-fuer-w&#8230;</a> <a href="http://www.tagesschau.de/inland/halle-attentaeter-101.html">www.tagesschau.de/inland/halle-attentaeter-101.html</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kiloweise Schwarzpulver bei Münchner Pegida-Chef</h2>



<p>Der Münchner Pegida-Chef Heinz Meyer wurde im September vom Münchner 
Amtsgericht wegen des Besitzes von kiloweise Schwarzpulver sowie zwei 
Fällen der Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 300 Tagessätzen 
verurteilt. Polizisten hatten im Dezember 2018 in Meyers Wohnung 37 so 
genannte China-Böller gefunden, weitere 26 waren im Keller eingelagert. 
Die Beamten hatten Datenträger und Speichermedien gesucht im 
Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Volksverhetzung gegen Meyer. Meyer 
ist wegen Körperverletzung und wegen eines Verstoßes gegen das 
Waffengesetz vorbestraft. Sicherheitsbehörden sehen in Meyer einen 
rechten Gefährder. (<a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-amtsgericht-pegida-heinz-meyer-sprengstoff-1.4622052">www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-amtsgericht-pegida-heinz-meyer-spr&#8230;</a>)</p>



<p>Im September meldete die Tageszeitung „taz“, dass die Polizei im Jahr
 2018 in der extrem rechten Szene im Zuge von Ermittlungen bei 
rechtsmotivierten Straftaten 1091 Waffen (2017: 676) beschlagnahmt hat. 
Dabei handelte es sich unter anderem um Faustfeuerwaffen, Langwaffen, 
Kriegswaffen, Spreng- und Brandvorrichtungen, Pyrotechnik oder Hieb- und
 Stichwaffen. Die Auflistung des Bundesinnenministeriums nennt 563 
entsprechende Straftaten – darunter 235 Gewaltdelikte. (<a href="http://www.taz.de">www.taz.de</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beweismittel gegen internationalen Sprengstoff-Ring sichergestellt</h2>



<p>Die Polizei stellte im August bei dem Schlag gegen eine 
Internetplattform zum Bau von Kriegswaffen und Bomben allein in 
Niedersachsen rund 200 Kilogramm sprengstofftaugliches Material sicher. 
Das teilten die Staatsanwaltschaft Göttingen und die Polizeidirektion 
Göttingen mit. Bundesweit wurden bei der Razzia in neun Bundesländern 
insgesamt rund 400 Kilogramm Grundstoffe zur Bombenherstellung und 
Drogen wie Amphetamine, Heroin und Marihuana beschlagnahmt. Zudem fanden
 die Beamten Waffen: unter anderem Gewehre, Messer sowie Munition. 
Beweismittel wurden auch in Litauen und Kroatien bei der Razzia gegen 
einen internationalen Sprengstoff-Ring sichergestellt. Koordiniert wurde
 der Einsatz aus Göttingen. Offen ist, inwieweit politische Motive bei 
den insgesamt 22 Verdächtigen eine Rolle spielen. Zumindest bei einem 
Tatverdächtigen gebe es Hinweise auf eine rechtsextreme Gesinnung, so 
die Ermittler. Bei dem Mann aus dem westfälischen Soest seien mehrere 
T-Shirts und Aufkleber mit Aufdruck rechtsradikaler Netzwerke sowie eine
 Hakenkreuzfahne sichergestellt worden. (<a href="http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Razzia-Material-fuer-30-Kilo-Bombe-sichergestellt,razzia1248.html">www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Razzia&#8230;</a>)</p>



<p>In der Nacht zum 2. August nahmen Spezialeinsatzkräfte der Polizei in
 Bremen-Osterholz einen 54-jährigen Mann fest, der in seinem Garten 
Schüsse aus einer Signalwaffe abgegeben haben soll. Neben der Haustür 
hatte der Mann zwei Äxte und ein Schwert griffbereit liegen, wie die 
Polizei mitteilte. Der Verdächtige wurde in der Wohnung festgenommen. 
Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden eine Machete, eine Armbrust, Säbel
 und Munition und eine Signalwaffe sichergestellt. Zudem fanden die 
Polizisten unter anderem verfassungswidrige Zeichen und Symbole wie 
Hakenkreuze und Flaggen an den Wänden. Während des Einsatzes soll der 
Mann fremdenfeindliche und rechtsgesinnte Parolen geäußert haben. (<a href="http://www.nwzonline.de/blaulicht/bremen-waffenfund-ei_a_50,5,1950910796.html">www.nwzonline.de/blaulicht/bremen-waffenfund-ei_a_50,5,1950910796.html</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Softair-Waffen und augenscheinliche Handgranaten</h2>



<p>Bei einem „Reichsbürger“ aus dem bayerischen Brunnthal (Landkreis 
München) stellte die Polizei ein kleines Arsenal an Waffen sicher. Der 
Vorfall ereignete sich bereits im Februar, allerdings berichtete die 
Polizei erst Anfang August darüber. In der Wohnung fand die Polizei 
neben gefälschten Urkunden auch zahlreiche gefährliche Gegenstände und 
Waffen. Darunter eine Pistole mit Schalldämpfer, eine Taser-Pistole, 
Pfefferspray sowie eine Armbrust samt diverser Bolzen. (<a href="http://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/brunnthal-ort377264/brunnthal-waffen-bei-reichsbuerger-gefunden-polizei-kam-wegen-anderen-vergehens-12882116.html">www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/brunnthal-ort377264/brunnthal-waffen-b&#8230;</a>)</p>



<p>Am 15. Juli wurden in der Wohnung einer 56-jährigen Frau im 
bayerischen Freising zahlreiche Waffen entdeckt. Das Arsenal reicht vom 
Schlagring und kleinen Klappmessern über Pistolen, Schreckschusswaffen 
mit Schalldämpfer,&nbsp; Imitationshandgranaten, Nebelwurfkörper, 
Softairwaffen und Luftdruckgewehren bis hin zu augenscheinlichen 
Handgranaten. Insgesamt werden 41 Gegenstände sichergestellt. Sogar ein 
Sturmgewehr lagerte bei der 56-Jährigen. (<a href="http://www.merkur.de/lokales/freising/freising-ort28692/freising-frau-ruft-krankenwagen-einsatz-nimmt-bedrohliche-wendung-rechtsradikale-mit-waffen-12858252.html">www.merkur.de/lokales/freising/freising-ort28692/freising-frau-ruft-kran&#8230;</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aus fremdenfeindlicher Motivation niedergeschossen</h2>



<p>Der 55-jährige Roland K. aus dem hessischen Biebergemünd&nbsp; 
(Main-Kinzig-Kreis), Mitglied im Schützenverein Neudorf 1961, hat im 
südhessischen Wächtersbach&nbsp; am 22. Juli, dem achten Jahrestag des 
Massakers von Anders Breivik in Norwegen, aus fremdenfeindlicher 
Motivation einen 26-jährigen Mann aus Eritrea niedergeschossen. In der 
Wohnung und im Auto des Mannes entdeckte die Polizei nicht nur sechs 
Waffen, darunter auch halbautomatische und großkalibrige Modelle, 
sondern auch Gegenstände mit Motiven aus der ultrarechten Szene. (<a href="http://www.hessenschau.de/gesellschaft/warum-niemand-roland-k-stoppte,spurensuche-schuesse-schuesse-eritreer-1.4535969">www.hessenschau.de/gesellschaft/warum-niemand-roland-k-stoppte,spurensuc&#8230;</a>)</p>



<p>Einsatzkräfte der Sonderkommission Rechtsextremismus des 
Landeskriminalamts Sachsen stellten am 22. Juli in einer Wohnung in 
Dresden-Klotzsche mehrere Waffen sicher. Der Bewohner, ein 28-jähriger 
polizeibekannter Rechtsextremist, war nicht anwesend. Dabei wurden unter
 anderem ein offenbar umgebautes Softair-Gewehr, eine Pistole und 
Munition sichergestellt. (<a href="http://www.radiodresden.de/beitrag/lka-stellt-waffen-bei-rechtsextremisten-in-klotzsche-sicher-594852/">www.radiodresden.de/beitrag/lka-stellt-waffen-bei-rechtsextremisten-in-k&#8230;</a>)</p>



<p>Zwei Männer im Alter von 24 und 26 Jahren haben in Berlin am 21. Juli
 einen 24-Jährigen in einem Regionalexpress der Linie RE5 zwischen 
Blankenfelde und Hauptbahnhof mit einem Druckluftgewehr bedroht und 
fremdenfeindlich beleidigt.<br>
Das Gewehr ließ der 24-jährige Täter sich erst von den herbeigerufenen 
Bundespolizisten abnehmen, die die beiden Männer vorläufig festnahmen. 
Dabei zeigte der 24-Jährige zudem den Hitlergruß. Bei der Durchsuchung 
fanden die Polizisten Munition für Druckluftwaffen, einen Dolch und ein 
Teppichmesser, die sie sicherstellten. (<a href="http://www.berlin.de/aktuelles/berlin/kriminalitaet/5843523-4362932-zugreisenden-mit-luftgewehr-bedroht-und-.html">www.berlin.de/aktuelles/berlin/kriminalitaet/5843523-4362932-zugreisende&#8230;</a>)</p>



<p>Quelle: <a href="https://www.bnr.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="https://www.bnr.de/ (öffnet in neuem Tab)">https://www.bnr.de/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Braune Umtriebe in Norddeutschland</title>
		<link>https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/braune-umtriebe-in-norddeutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jan 2020 11:03:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presse 2020]]></category>
		<category><![CDATA[IMK]]></category>
		<category><![CDATA[NPD]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsrock]]></category>
		<category><![CDATA[Reichsbürger]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/?p=1100</guid>

					<description><![CDATA[Von Horst Freires 10.01.2020 &#8211; Erstmals haben die fünf norddeutschen Bundesländer durch ihre Verfassungsschutzbehörden ein gemeinsames Lagebild zum Rechtsextremismus angefertigt. Dazu wurden Zahlen zusammengetragen und in unterschiedlicher Detailtiefe Erkenntnisse aus der rechten Szene aufgezeigt. Auch das Milieu von so genannten „Reichsbürgern“ und „Selbstverwaltern“ wurde ausgeleuchtet. Die Sicherheitskräfte zählen dabei knapp]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator is-style-wide"/>



<p>Von Horst Freires  10.01.2020 &#8211; </p>



<p>Erstmals haben die fünf 
norddeutschen Bundesländer durch ihre Verfassungsschutzbehörden ein 
gemeinsames Lagebild zum Rechtsextremismus angefertigt. Dazu wurden 
Zahlen zusammengetragen und in unterschiedlicher Detailtiefe 
Erkenntnisse aus der rechten Szene aufgezeigt. Auch das Milieu von so 
genannten „Reichsbürgern“ und „Selbstverwaltern“ wurde ausgeleuchtet.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-image-fill"><figure class="wp-block-media-text__media" style="background-image:url(https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/Screenshot_2020-01-10-imk-nord-lagebild-rechtsextremismus-pdf.png);background-position:50% 50%"><img decoding="async" width="989" height="734" src="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/Screenshot_2020-01-10-imk-nord-lagebild-rechtsextremismus-pdf.png" alt="" class="wp-image-1101" srcset="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/Screenshot_2020-01-10-imk-nord-lagebild-rechtsextremismus-pdf.png 989w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/Screenshot_2020-01-10-imk-nord-lagebild-rechtsextremismus-pdf-300x223.png 300w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/Screenshot_2020-01-10-imk-nord-lagebild-rechtsextremismus-pdf-768x570.png 768w, https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/Screenshot_2020-01-10-imk-nord-lagebild-rechtsextremismus-pdf-100x75.png 100w" sizes="(max-width: 989px) 100vw, 989px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-normal-font-size"> Die Arbeit, zusammengefasst auf 31 Seiten, fußt auf einen Auftrag der  Innenminister und -senatoren aus Schleswig-Holstein,  Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg und Bremen. Innerhalb nur  weniger Wochen wurden Benchmarks wie Parteienlandschaft, neonazistische  Kräfte und subkulturelle Aktivitäten untersucht, was einem Update eines  Verfassungsschutzberichtes entspricht.</p>



<div class="wp-block-file"><a href="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/imk-nord-lagebild-rechtsextremismus.pdf">Dokument Lagebild-rechtsextremismus</a><a href="https://bad-nenndorf-ist-bunt.de/wp-content/uploads/2020/01/imk-nord-lagebild-rechtsextremismus.pdf" class="wp-block-file__button" download>Herunterladen</a></div>
</div></div>



<p> Die Sicherheitskräfte zählen  dabei knapp 4300 Rechtsextremisten in den  fünf Nord-Ländern  beziehungsweise Stadtstaaten: Schleswig-Holstein 1100  (davon 400  gewaltbereit); Mecklenburg-Vorpommern 1500 (700);  Niedersachsen 1170  (880); Hamburg 340 (130); Bremen 170 (80). Wichtig  ist in diesem  Zusammenhang aber die Erkenntnis, dass die Gefahrenlage  sich keinesfalls  in der Größe des Personenpotenzials ausdrückt.  </p>



<p>Offen rechtsterroristische Strukturen sind demnach nicht erkennbar. 
Als neues Phänomen tauchten im vergangenen August erstmals Flugblätter 
der „Atomwaffendivision“ (AWD) im beschaulichen, 16 000 Einwohner 
zählenden schleswig-holsteinischen Preetz (Kreis Plön) auf. Die 2015 in 
Texas gegründete Gruppierung hat in den USA bereits mehrere rassistische
 und politisch motivierte Morde begangen. Inzwischen gibt es scheinbar 
diverse Kontakte zu Gleichgesinnten nach Westeuropa. Im vergangenen 
Herbst wurden Morddrohungen gegen bekannte Politiker von Bündnis 
90/Grüne publik, die vorgeblich die AWD als Absender ausweisen. 
Bestrebungen, einen scheinbar selbst ernannten Ableger der militanten 
US-Gruppierung „Aryan Circle“ in Schleswig-Holstein aufzubauen, haben 
noch keinen Eingang in den Bericht gefunden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verschlüsselung begünstigt Radikalisierung</h2>



<p>Zunehmend spielen sich Aktivitäten, Verabredungen, Kontakte und 
Informationsflüsse im Internet ab. Virtualisierung, Enthemmung und 
Radikalisierung gehen dabei einher. Verschlüsselungsmöglichkeiten im 
weltweiten Netz wiegen Aktivisten ob ihrer Anonymität in Sicherheit, was
 eine zunehmende aggressive Sprache und Agitation befördert – unterm 
Strich also eine Radikalisierung begünstigt, die sich dann als Vehikel 
womöglich auch in der Realwelt in Form potenzieller Gefahr 
widerspiegelt.</p>



<p>Erlebnisorientierte Aktivitäten bilden einen weiteren unverändert 
vorhandenen Schwerpunkt. Die subkulturellen Machenschaften gerade im 
Bereich der rechten Musikszene und neuerdings im Bereich Kampfsport sind
 dafür ein Beleg. Aussagen zu den durchaus bedeutsamen Rollen des 
Versandhandels werden im Lagebild nicht thematisiert. Die 
Sicherheitsexperten sind sich sogar einig in der Beurteilung, dass 
derzeit „keine mit der früheren ‚Blood&amp;Honour‘-Bewegung 
vergleichbare Organisationen/Strukturen in Deutschland existieren“. 
Zweifel an dieser Bewertung mögen an dieser Stelle aber doch angebracht 
sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Habitus und Gebaren von Rockern</h2>



<p>Das augenscheinliche Auftreten von Neonazi-Zusammenschlüssen hat sich
 in den vergangenen Jahren merklich verändert. Kameradschaften sind ein 
Auslaufmodell, nicht zuletzt deshalb, um behördliches Einschreiten ins 
Leere laufen zu lassen. Die „Nationalen Sozialisten Rostock“ (auch 
„Aktionsblog“) bilden da inzwischen eher eine Ausnahme. Die Übergänge 
ins unstrukturierte Milieu wird dort mit der Kampfsportgruppe „Baltik 
Korps“ dokumentiert.</p>



<p>Ein gängiger werdendes Gegenmodell sind seit geraumer Zeit hingegen 
Gruppen, die Habitus und Gebaren von Rockern (Patches, Kleidung, 
Hierarchien) übernehmen. Benannt wird beispielhaft die „Brigade 8“ mit 
ihrem Chapter Hannover, die angebunden ist an ein gleichnamiges Pendant 
im sächsischen Weißwasser. Zur „Identitären Bewegung“ bleibt der 
Fünf-Länder-Report eher sehr vage. Insbesondere die durchaus 
interessanten Aktivitäten und Zusammenhänge in Mecklenburg-Vorpommern 
bleiben unerwähnt. Im Übrigen vermisst man im Lagebild auch einen 
Hinweis auf das Feindeslisten-Thema der in Mecklenburg-Vorpommern 
aufgedeckten, aber wohl überregional operierenden Gruppe „Nordkreuz“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hinter der Fassade von „Wutbürgern“</h2>



<p>In der Hansestadt Hamburg fanden die „Merkel muss 
weg“-Veranstaltungen statt, die sich zuletzt den Namen „Michel, wach 
endlich auf“ verpasst haben. Die Organisatoren und Teilnehmer speisen 
sich sowohl aus den Bereichen subkultureller Agitatoren, geschulter 
Neonazis und Parteikräften bis hinein in die AfD. 14 Veranstaltungen hat
 es mittlerweile gegeben, zuletzt mit nur noch größeren zeitlichen 
Abständen. Der Hamburger Verfassungsschutz wies von Anfang an darauf 
hin, dass sich hinter der Fassade von vermeintlichen „Wutbürgern“ 
stramme rechtsextreme Verbindungen herleiten lassen.</p>



<p>Bezogen auf den Parteiensektor haben NPD, „Der III. Weg“ und „Die 
Rechte“ mit Blick auf die zurückliegenden Wahlen ihre Bedeutung immer 
mehr eingebüßt. Keine dieser Parteien ist mehr in den Genuss einer 
Wahlkampfkostenerstattung gekommen, so minimal fielen die Ergebnisse 
aus. Vereinzelte Wahlerfolge existieren nur noch in Form von 
Kommunalmandaten. Die Tendenz ist aber auch hier rückläufig. In 
Mecklenburg-Vorpommern eroberte man im vergangenen Mai 22 solcher Sitze.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verkappte Musikkonzerte unter dem Parteienstatus</h2>



<p>Unverändert agiert die NPD aber auch mit scheinbar unverdächtigen 
Tarn-Wählervereinigungen oder Einzelbewerbungen, um den belasteten Namen
 der NPD außen vor zu lassen. Beim ehemaligen Bundesvorsitzenden der 
NPD-Jugendorganisation Junge Nationalisten Sebastian Richter führte 
genau dies in der Gemeinde Groß Krams (Landkreis Ludwigslust-Parchim) 
beispielsweise zum Mandatsgewinn. Dennoch betonen die 
Verfassungsschützer aus Schwerin: Die NPD bleibt im Nordosten 
handlungsfähig.</p>



<p>Die Parteien-Rolle wird jedenfalls zunehmend weg von der Wahl- hin 
zur Logistikpartei verfestigt. Der Parteienstatus ermöglicht das 
Anmelden von Demonstrationen und oft auch nur vorgeschobenen 
Veranstaltungen als verkappte Musikkonzerte. Bei rückläufigen 
Mitgliederzahlen (Ausnahme NPD in Hamburg, die einen minimalen Zuwachs 
von 100 auf 110 Parteigänger aufweist) kommt offeneren Strukturen also 
eine größere Bedeutung zu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1400 „Reichsbürger“ in Niedersachsen</h2>



<p>Die „Reichsideologen“, die das alte Deutsche Reich fortbestehen zu 
glauben meinen oder das aktuelle deutsche Staatsgefüge in der jetzigen 
Form nicht anerkennen, behördliche Anordnungen ignorieren oder 
querulatorisch angehen, gelten wegen ihrer Aggressivität und 
Gewaltneigung teils gepaart mit einer Waffenaffinität als gefährlich. Im
 Zahlenwerk zu besagten „Reichsbürgern“ fällt ein großes Gefälle 
zwischen Niedersachsen und den übrigen Nord-Ländern auf. Aufgelistet 
wurden: Schleswig-Holstein 324 (davon zwölf Rechtsextremisten); 
Mecklenburg-Vorpommern 500 (39); Niedersachsen 1400 (60); Hamburg 165 
(14); Bremen 130 (5).</p>



<p>Neben vielen Einzelaktivisten und Kleinstgruppen gibt es auch 
überregional auftretende Gruppierungen. Dazu zählen der „Staatenbund 
Deutsches Reich“ mit den Untergliederungen wie dem „Freistaat Preußen“, 
die „Verfassungsgebende Versammlung“, die sogar ein Internetradio 
betreibt, das von Niedersachsen aus agierende „Amt für Menschenrechte“ 
mit teilweise leicht abgeänderten Namensvarianten, „Geeinte deutsche 
Völker und Stämme“, „Preußisches Institut – Bismarcks Erben“, 
„Staatenlos.info Comedian e.V.“ und „Gelberschein.info“ beziehungsweise 
„Gelberschein.net“. Bei „Staatenlos.info“ existiert eine Aktionsachse 
zwischen Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg mit teils 
wöchentlichen Auftritten auf dem Hamburger Rathausmarkt.</p>



<p><a href="https://www.hamburg.de/contentblob/13358892/423e3e14bd47ddb0923928d3e44eb735/data/imk-nord-lagebild-rechtsextremismus.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="hier geht es zum kompletten  gemeinsamen Dokument der norddeutschen Verfassungschutzbehörden (öffnet in neuem Tab)">hier geht es zum kompletten  gemeinsamen Dokument der norddeutschen Verfassungschutzbehörden</a></p>



<p>Quelle: <a rel="noreferrer noopener" aria-label="bnr.de (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.bnr.de" target="_blank">bnr.de</a> Autor: Horst Freires</p>
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