Aktuelles



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Das 15. Internationale Kulturfest steht in den Startlöchern !

Auf Hochtouren laufen mittlerweile die Vorbereitungen für das 15. Kulturfest am 11. Juni, das traditionell auf der Esplanade im Kurpark von Bad Nenndorf von 14 bis 20 Uhr stattfinden wird. Nachdem die Pandemie den AktivistInnen von „Bad Nenndorf ist bunt“ in den vergangenen zwei Jahren einen Strich durchs Kulturfest gemacht hat, sind die VeranstalterInnen nun sehr zuversichtlich, endlich wieder an den Start gehen zu können. An diesem zweiten Samstag im Juni entern im bunten Wechsel internationale Tanz-, Musik- und Gesangsdarbietungen die Bühne und den Platz vor der Kurmuschel, um das Publikum zu begeistern und mitzureißen. Unter anderem sind dabei: das Pannonia Kurorchester, die kleinen und großen TänzerInnen des VfL Bad Nenndorf und der Tanzschule Mark Rudi, die Lokalmatadoren The Batz sowie kurdische Folklore, dargeboten vom alevitischen Kulturzentrum Schaumburg. Danach gibt es musikalisch auf die Ohren von HartBerg (H.Hartmann/F.Doernberg), The Fiddling Lads und den Bad Nenndorf Boys, die den Festbesuchern zum Abschluss der Veranstaltung einheizen werden. Durch das Programm führt Radiomoderator Uli Kniep. Parallel zum Kulturfest findet auch wieder der Kurparklauf der Skigemeinschaft Nordschaumburg statt, deren Siegerehrungen um 16 und 18 Uhr in der Kurmuschel stattfinden.

Neben den vielfältigen Aktionen auf und vor der Bühne ist auch rund um das Hamburger Dach für ein umfangreiches kulinarisches Angebot mit internationalen Gaumenfreuden gesorgt: die Jüdische Gemeinde und das alevitische Kulturzentrum bieten Spezialitäten an, SchülerInnen des Gymnasiums Bad Nenndorf bauen ein Kuchenbuffet auf, SchülerInnen der IGS Rodenberg backen Waffeln, es gibt einen Crepes-Stand und natürlich Pizza.

An zahlreichen Infoständen können die Besucher sich informieren und austauschen, es gibt Mitmachaktionen und T-Shirt-Malen für Groß und Klein, und zudem sorgen Hüpfburg, Ballonfiguren, Schminkstation und Spielmobil für Kinderspaß.

Zum Zeitpunkt des Kulturfestes geltende pandemiebedingte Hygieneregeln finden Beachtung und werden eingehalten.

Das Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ freut sich auf Gäste aus Bad Nenndorf, Schaumburg und darüber hinaus!



Wir sind doch gar nicht rechts!

ein Kommentar von: Jürgen Uebel

Nachdem das Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ und die Ortsgruppe von Fridays for Future am Montag, 10. Januar zum ersten Mal eine Kundgebung vorm Nenndorfer Rathaus angemeldet und durchgeführt haben, ist auf der Facebook-Seite von BNib ordentlich was passiert! „Friedliche Spaziergänger“ beklagen sich darüber, als „Rechte“ und „Nazis“ bezeichnet zu werden. Dem Bündnis wiederum wird Spaltung und Hetze vorgeworfen, und wir hätten dazu aufgerufen, staatliche Gewalt gegen die „Spaziergänger“ einzusetzen.

Zunächst mal haben wir nichts anderes getan als zu recherchieren, wie es denn zu den spontanen Versammlungen unter freiem Himmel gekommen ist. Fällt es einigen Tausend Menschen in hunderten Orten Deutschlands einfach so ganz zufällig und plötzlich ein, zur gleichen Zeit am gleichen Tag spazieren zu gehen? Können die Gedanken lesen?

Nein, die sogenannten Spaziergänge werden in sozialen Medien wie Telegram und Facebook koordiniert, in Niedersachsen auf den Kanälen der sogenannten „Freien Niedersachsen“. Und wer ist das, wer steckt hinter dieser Gruppe? Da wird es nun interessant, denn ausser der Tatsache, dass sie sich am Vorbild der „Freien Sachsen“ orientieren und ähnlich wie diese zu nichtangemeldeten Versammlungen gegen das Impfen und andere Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie aufrufen, ist wenig über sie bekannt. Anders ist das bei den Freien Sachsen: Die Führungsfiguren der Partei sind bereits seit Jahren in rechtsextremen und neonazistischen Kreisen aktiv. Sie konnten deshalb von Anfang an auf ein großes Netzwerk zurückgreifen. Statt gegen Migranten und Geflüchtete mobilisiert das nun gegen Corona-Maßnahmen und -Impfungen.

Vorsitzender der Gruppierung „Freie Sachsen“ ist Martin Kohlmann, Teil der rechtsextremistischen Bürgerbewegung „Pro Chemnitz“, die 2018 die ausländerfeindlichen Demonstrationen angemeldet hatte. Zur öffentlich auftretenden Führungsriege gehört auch Michael Brück von der neonazistischen Kleinstpartei „Die Rechte“ – derselbe Michael Brück, der 2015 hier in Bad Nenndorf beim letzten „Trauermarsch“ der Neonazis eine wütende Rede gegen uns Antifaschisten gehalten hat! Warum zeigen die „Freien Niedersachsen“ nicht offen ihr Gesicht? Auf ihrer Facebook-Seite bezeichnen sie sich als politische Organisation. Was sind ihre politischen Ziele? All das bleibt im Dunkeln, und so darf davon ausgegangen werden, dass sie etwas zu verbergen haben. In den Kommentaren auf ihren Kanälen wird allerdings deutlich, wes Geistes Kind viele ihrer Anhänger sind: Der NDR etwa sei eine „Propagandamedienanstalt“, der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ein „Möchtegern-Kaiser“ und „Despot“. Eine Person freute sich auf den „Nürnberger Prozess 2.0“ für den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD): „Also immer schön vorsichtig bleiben Herr Pistorius“. Friedliche Proteste hätten bisher nichts erreicht, man müsse andere Wege gehen.

An zahlreichen Orten wie Hannover und Braunschweig wurden bei „Spaziergängen“ Journalisten und Polizisten gewalttätig angegriffen. Und so komme ich zurück auf den Ausgangspunkt: : Nein, wir haben die Nenndorfer Spaziergänger nicht pauschal als Nazis oder Rechte bezeichnet. Nein, wir haben nicht dazu aufgerufen, staatliche Gewalt gegen sie einzusetzen. Was wir allerdings feststellen müssen: die Spaziergänge werden nach sächsischem Vorbild koordiniert, es formt sich eine deutschlandweite Bewegung, die bereits von organisierten Nazis, Verschwörungsideologen und radikalisierten Querdenkern gekapert und bei deren Demonstrationen wie in Berlin 2020 oder in Leipzig, Magdeburg und Brüssel massive Gewalt ausgeübt wurde. Längst geht es nicht mehr um Massnahmen oder Impfen – es geht ums Ganze. Es geht um das politische System dieses Landes. Es geht darum, wie man einerseits die Ängste und Sorgen der Bevölkerung und andererseits die Entscheidungen und Fehler der Politik nutzen kann, um dieses System zu Fall zu bringen.

Die Nenndorfer, Rodenberger, Stadthäger Spaziergänger sind offensichtlich Teil dieser Bewegung – oder warum folgen sie sonst den Aufrufen der „Freien Niedersachsen“? Jeder und jede, die auf diesen Zug aufspringt, sollte sich mal dringend Gedanken machen, wer den Zug steuert und wo der Zielbahnhof ist. Notbremse ziehen und aussteigen ist bei gefährlicher Fahrt manchmal erforderlich. Wer allerdings meint, Schulter an Schulter mit rechten Verschwörungsideologen und Nazis gegen eine herbeiphantasierte Corona-Diktatur kämpfen zu müssen, soll sich bitte nicht beschweren, als rechter Mitläufer bezeichnet zu werden!

Jürgen Uebel, Bad Nenndorf


27. Januar –
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus !

Redebeiträge der Gedenkveranstaltung vorm Jüdischen Mahnmal am 27.01.2022

Zug der Erinnerung 2021

Zug der Erinnerung entlang der Stolpersteine für Nenndorfer Bürger*innen jüdischen Glaubens.

Am Dienstag, den 9. November 2021, fand in Bad Nenndorf eine Gedenkfeier zu den faschistischen Novemberpogromen von 1938 statt.

mit Beiträgen von:
CJD Schule Schlaffhorst-Andersen, Gymnasiums Bad Nenndorf,
Evangelische Kirchengemeinde, Jüdische Gemeinde Bad Nenndorf,
Katholische Kirchengemeinde Bad Nenndorf, Stadt Bad Nenndorf



G-Denktour“ am 18. September mit dem Bike (feat. Joachim Toemmler)

Am 18. September konnte nun endlich die seit langem geplante Radtour zu den KZ-
Gedenkstätten westlich von Hannover durchgeführt werden.
Morgens um 10 Uhr trafen wir uns am Bahnhof in Bad Nenndorf und stellten fest, dass
sich sogar einige Teilnehmer aus Hannover früh auf den Weg gemacht hatten um mit
uns die Tour von Nenndorf aus unter die Räder zu nehmen.
Der Spätsommertag zeigte sich etwas kühl und verhangen aber davon ließen sich die
13 Teilnehmer nicht beeindrucken. Nach einer kurzen Begrüßung durch Joachim ging
es dann auch schnell los.
Die Route führte uns größtenteils auf asphaltierten Feld- und Waldwegen über die Orte
Groß Munzel, Lenthe und Velber nach Ahlem hinein.
Angefahren wurden die Gedenktafeln und Mahnmale in Ahlem, Limmer, Garbsen und
Stöcken, wo vor Ort von Joachim geschichtsrelevante Informationen gegeben wurden.
Unser Dank gilt zudem Veronika und Uli, die diese ergänzen und weiter einordnen
konnten. Vor den Gedenktafeln fanden daher längere Aufenthalte statt. Eine kurze
Erholungspause hatten wir zudem vor dem Geburtshaus Werner von Siemens‘ in
Lenthe und an der Fössequelle. Am Ende zeigte sich zwischendurch sogar die Sonne
wieder.
Zurück ging es dann von Seelze aus mit der S-Bahn bei kostenloser Fahrradmitnahme.
Gegen 17 Uhr waren wir alle wohl behalten wieder in Bad Nenndorf.
Nochmals besten Dank, im Namen von Bad Nenndorf ist bunt e.V., an den engagierten
Guide Joachim sowie an die gut trainierten und wissbegierigen Teilnehmer. Dem
Wunsch nach einer Neuauflage im kommenden Jahr wollen wir gerne nachkommen.


BLICKWECHSEL-Preis 2021

Marina Jalowaja, „unsere Marina“, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde im Landkreis Schaumburg und Mitglied im Vorstand von „Bad Nenndorf ist bunt“ ist heute in Stadthagen mit dem BLICKWECHSEL-Preis 2021 geehrt worden.

Der Preis wird von dem Verein „Begegnung – Christen und Juden. Niedersachsen e.V.“ als Auszeichnung für langjähriges oder innovatives Engagement im christlich-jüdischen Dialog verliehen.
Ein sehr verdiente Anerkennung!
Marina, wir gratulieren dir herzlich und freuen uns, dass wir mit dir feiern durften!



80. Jahrestag des deutschen Überfalls
auf die Sowjetunion am 22. Juni 2021

Dietmar Buchholz, Vorstandsmitglied von „Bad Nenndorf ist bunt“, nimmt eine historische Einordnung des
damaligen Geschehens vor.


Überfall auf die Sowjetunion – Steinmeier: Entfesselung von Hass und Gewalt

Bundespräsident Steinmeier hat zum Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion eine gemeinsame Erinnerungskultur angemahnt. Sie sei für wichtig für Europas Zukunft.

Mit dem Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 beginnt ein Vernichtungskrieg. Bundespräsident Steinmeier erinnert an die dunkle Seite deutscher Geschichte: seine Rede hier live.



Gedenkfeier zu den faschistischen Novemberpogromen von 1938


Am Montag, 9.11.2020, findet in Bad Nenndorf eine Gedenkfeier zu den faschistischen Novemberpogromen von 1938 statt. Nationalsozialisten läuteten damals in ganz Deutschland eine weitere Phase der systematischen Bedrängung und Verfolgung jüdischer Mitbürger ein, indem Synagogen in Brand gesetzt, Läden jüdischer Inhaber zerstört und geplündert und Juden öffentlich verprügelt und ermordet wurden. In Bad Nenndorf selbst fanden diese Pogrome nicht statt – 1938 waren die jüdischen Einwohner Bad Nenndorfs bereits vertrieben worden, es gab also keinen Bedarf mehr für „ethnische Säuberungen“. Das Feld war für Hitler und seine Anhänger bereits bestellt.
Zum Denken an die Novemberpogrome, ihre Umstände, Täter und Opfer lädt das Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ wieder alle Bürger herzlich ein. Coronabedingt wird es in diesem Jahr jedoch keinen „Zug der Erinnerung“ entlang der Stolpersteine geben.
Am Mahnmal in der Kurhausstraße werden am 9.11. um 17 Uhr Gestecke niedergelegt und in kleinem Kreis der Opfer des faschistischen Terrors gedacht. Hier ist die Teilnehmerzahl auf 10 Personen beschränkt.
Es gelten die pandemiebedingten Abstands- und Hygieneregeln.

https://youtu.be/SyYIYciUTQE

Hier kann das diesjährige Gedenken betrachtet werden. Verschiedene musikalische und Redebeiträge von Schülern und Musikern sowie das Gedenken am Mahnmal sind in einem Video bereitgestellt.


Mit freundlichen Grüßen Winfried Wingert



Kein Platz für Neonazi-Propaganda auf Spotify!

Kein Platz für Neonazi-Propaganda auf Spotify!

Wir fordern Spotify auf, die im März gestartete Podcast-Reihe des rechten Netzwerks EinProzent zu entfernen und den Neonazis der Neuen Rechten keine Plattform zu bieten. EinProzent will mit der Podcast-Reihe die Corona-Krise nutzen, um rechte und rassistische Propaganda zu verbreiten – dafür darf es bei Spotify keinen Platz geben!

Warum ist das wichtig?

Die Corona-Krise verunsichert viele Menschen. Rechte Gruppen versuchen, diese Verunsicherung zu nutzen, um ihre Propaganda zu verbreiten. Das Netzwerk der Neuen Rechten EinProzent hat im März mit einer Podcast-Reihe zum Thema Corona begonnen, mittlerweile sind bereits neun Folgen bei Spotify und Apple Podcast erschienen. EinProzent ist ein wichtiger Akteur der sogenannten Neuen Rechten, die vor allem eins zum Ziel hat: Rassistische, antisemitische und nationalistische Inhalte wieder salonfähig machen. Statt mit Springerstiefeln und Glatze tritt die Neue Rechte gern unauffällig auf, um so anschlussfähig wie möglich zu sein – einen Podcast auf großen Plattformen zu lancieren, passt perfekt zu dieser Strategie. Das wollen wir nicht hinnehmen.

Denn was dahinter steht, ist alles andere als harmlos: Den Führungsfiguren von EinProzent, darunter prominente Rechte wie Götz Kubitschek vom Institut für Staatspolitik, Jürgen Elsässer vom Compact-Magazin oder der Verleger Philip Stein, geht es um eine komplett andere Gesellschaft, in der für Minderheiten und Andersdenkende kein Platz mehr ist.

Initiator und Moderator des Podcasts ist Arndt Novak, ein Aktivist der völkischen Gruppe Identitäre Bewegung (IB). Zu seinen Interviewpartnern gehörten bisher unter anderem der AfD-Rechtsaußen Björn Höcke, der ehemalige österreichische Innenminister und FPÖ-Scharfmacher Herbert Kickl, sowie Oliver Hilburger, der Kontakte zu Unterstützern des NSU pflegt.

Diesen Podcast bei Spotify zu veröffentlichen, ist Teil ihrer Medienstrategie: Seit Jahren betreiben „EinProzent“, die AfD und andere intensiv den Aufbau eines eigenen Mediennetzwerks. Der Kampf der Neuen Rechten gegen die „Systemmedien“ wird durch den Aufbau „alternativer“ Medien gestützt, hier können sie ihre Propaganda verbreiten und neue Zielgruppen erreichen.

Wir fordern: Spotify darf kein Teil dieser rechten Medienstrategie werden! Kein Platz für Nazis auf diesen Plattformen! In den letzten Tagen haben sich schon viele Hörerinnen und Hörer bei Spotify beschwert – doch bislang werden sie nur ignoriert oder vertröstet, die Podcasts sind weiterhin im Netz. Dabei zeigen andere Beispiele, dass konsequentes Vorgehen gegen EinProzent durchaus möglich ist: Bei Facebook und Instagram wurden die Accounts des Netzwerks gesperrt, diese Sperrung hatte auch vor Gericht Bestand.
In einem Interview im Berliner Tagesspiegel vom 9.01.2020 hat der Spotify-Sprecher für Deutschland gesagt, dass neonazistische Inhalte innerhalb von 24 Stunden von Spotify gelöscht werden. Dem müssen jetzt Taten folgen!

Wir fordern Michael Krause, Managing Editor von Spotify Europe und Marcel Grobe, Sprecher für Spotify Deutschland auf, die Podcast-Reihe von EinProzent zu entfernen und Neonazis und der Neuen Rechten keine Plattform zu bieten.
Wenn wir das schaffen, können wir der Medienstrategie der Neuen Rechten erheblich schaden. Ein wichtiger Schritt für den Kampf gegen Rechts und für ein solidarisches Miteinander, das in diesen Zeiten gerade ganz besonders wichtig ist.

Hier klicken und Petition unterschreiben



Bad Nenndorf: Wochenmarkt am 07.05.2020



Demo in Eschede am 21.12.2019


Bad Nenndorf ist Bunt am 23.11.2019 in Hannover


Bad Nenndorf ist Bunt am 30.11.2019 in Braunschweig


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